21. Februar 2007
Einzigartig

Der Heilige See mit der "unbegreiflichen Tempelwelt" von Karnak im Hintergrund. © Dr. Klaus Lukas

Einzigartig

Die Mutter der Welt, die größte Stadt Afrikas, die Stadt der tausend Minarette und der hunderttausend Kaffeehäuser. Kairo ist ein Reiseziel für Wissbegierige und Kontaktfreudige. Prof. Dr. Klaus Lukas hat eine der aufregendsten Metropolen unseres Plan

Wer glaubt, Wien sei die Stadt der Kaffehäuser irrt. Das ist Kairo. Nichts ist ägyptischer als das Leben im Kaffeehaus und das Bubbeln der Wasserpfeifen. Die vielen Geheimnisse dieser Stadt offenbaren sich im Café. Die Globalisierung, die in die Riesenmetropole hereinschwappt, wird um die runden Wackeltischchen der kleinen Kaffeehäuser in einem Meer des lebhaften Müßigganges aufgesaugt. Soziale Gegensätze, extrem reich und millionenfach sehr arm, prägen das ägyptische Leben, aber bei der Liebe zur Wasserpfeife und zum „Leben im Kaffeehaus" verschwimmen die Grenzen. Das Äußerliche ist hier glanzvoll und dort schäbig, aber Gehabe, Rituale und Inhalt des Gesprächs sehr ähnlich. Übrigens für Frauen sind Cafés längst nicht mehr tabu. Und über einer Wasserpfeife oder zwei Mokkaschalen flirtende Paare gehören zum Alltag. Wem der Lärm und das Gedränge der 18 Millionen Metropole Angst macht, der soll in einem der zahllosen Cafés Deckung suchen.

Eine Kairo-Reise wäre unvollständig ohne Ausflüge in die Vergangenheit. Früher waren die Pyramiden von Wüste umgeben, wie vom Meer. Heute reichen in Giza am Westrand von Kairo, Häuser und staubige Akazien fast bis zu diesen einzigartigen Wahrzeichen der Unvergänglichkeit. Sie sind das einzige noch existierende Weltwunder der Antike. Wo sind die Zeiten hin, als man mit der Stoppuhr in der Hand auf die Cheopspyramide laufen durfte. Heute herrschen dort die Spielregeln des Massentourismus. Rätselnd steht man vor den künstlichen Bergen aus Steinquadern und kann sich nicht vorstellen, wie sie erbaut wurden. Es wurde nie etwas Offizielles über den Bau der Pyramiden gefunden. Des Menschen und auch der Geschichts- und Geschichtenschreiber grausame Fantasie stellt sich, weil das schon immer gut angekommen ist, hundertausend Sklaven vor, die dort zu Tode geschunden wurden. In den vergangenen Jahren haben Archäologen erstmals Arbeitersiedlungen gefunden, die ganz andere Schlüsse zulassen. Nicht Sklaven, sondern große Zahlen (etwa 30.000) von freien Facharbeitern könnten die Pyramiden errichtet haben. Das Weltwunder bekommt neuerdings eine anderes sozialeres Gesicht. Der Nil, der längste Fluss der Welt ist auch die Lunge dieser überlasteten Stadt der Superlative, der am dichtesten besiedelten Gegend der Erde. Die Nilkreuzfahrten beginnen aus Sicherheitsgründen nicht mehr in Kairo. Man muss sich nach Luxor begeben, von wo man an Bord der Nilschiffe bis nach Assuan Sonne, Wasser und Weite genießen kann. Und wenn schon von Ausflügen in die Vergangenheit gesprochen wird, darf Karnak bei Luxor, 500 Kilometer südlich von Kairo, nicht unerwähnt bleiben.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe.

zurück
Langsamer Wüstentrott an den Pyramiden vorbei.
Die Sphinx mit der Cheopspyramide ist das einzige noch zu Besic...
Das Four Seasons Cairo at The First Residence bietet atemberaubenden Luxus.

Info

Mit freundlicher Unterstützung des Hotels Four Seasons.

als PDF »

« zurück | zur Übersicht | | Karte 'Ägypten' anzeigen »

11 - 19 von 19
 
Die aktuellsten News als RSS Feed abonnieren
RSS
reiseaktuell auf twitter
TWITTER


login »JPETo™ CMS © Martin Thaller, Vienna, Austria