Die 56 Villen im Six Senses Hideaway Yao Noi verfügen alle über einen eigenen Pool. © Six Senses Hideaway at Yao Noi
Die schönste Kulisse Thailands
Das Six Senses Hideaway Yao Noi, auf einer idyllischen Insel nordöstlich von Phuket gelegen, punktet nicht nur mit luxuriösen Villen und kulinarischen Hochgenüssen. Angela Pengl-Böhm war auch von den traumhaften Ausblicken begeistert.
Einzige Wellen kräuseln das türkisfarbene Meer. Ringsum ragen bizarre Felseninseln aus dem Wasser - ein übergroßer Pilz, ein grün überwucherter Zuckerhut, ein schroffer Kegel. Wie grünlich-graue Schatten schimmern die Kalksteinfelsen im gleißenden Licht der rotgoldenen Morgensonne. Der Kino-Held mit der Kennziffer 007 hat seine Mission hier längst erfüllt. Im Auftrag Ihrer Majestät, der Queen, machte er dem „Mann mit dem goldenen Colt" schon vor 35 Jahren den Garaus und erwies damit auch der thailändischen Regierung einen dauerhaften Gefallen. Nicht nur, dass er den Bösewicht aus der Phang Nga Bay nordöstlich von Phuket vertrieb, sorgte er gleichzeitig für eine bis heute beliebte Touristenattraktion. Die „James Bond Felsen“ in der Phang Nga Bay, eine der prägnantesten Naturlandschaften in Südthailand, locken Tag für Tag hunderte Urlauber aus Phuket und Krabi an, die die natürliche Schönheit dieser Felsformationen bewundern wollen. Die meisten der rund 40 Inseln, die sich in der Phang Nga Bay drängen, sind unbewohnt: Kaum einer der steil abfallenden Felswände ist ein Strand vorgelagert, auf dem Menschen Lebensraum finden könnten. Und die wenigen weißsandigen Landzungen erinnern in der Hochsaison anno 2009 eher an die italienische Adriaküste denn an ein idyllisches, unberührtes Inselparadies.
Doch von Massenansturm ist an diesem Morgen – noch –nichts zu bemerken. Langsam erhebt sich die Sonne über der Phang Nga Bay, der leichte Nebel lichtet sich, die Vögel zwitschern und eine sanfte Brise umschmeichelt die wenigen Palmen am eher unscheinbaren Strand des Six Senses Hideaway Yao Noi. In aller Herrgottsfrühe wirken die James Bond Felsen noch mystischer. Immer wieder schweift der Blick vom üppigen Frühstücks-tisch, der auf der Terrasse unserer Villa 1 gedeckt ist, hinüber zu den fast zum Greifen nahe gelegenen Felsen. Ein Refugium der Stille und Beschaulichkeit – wie geschaffen für ein Hideaway made by Six Senses. Eingebettet in einen tropisch bewachsenen Hügel befinden sich hier 56 Villen in fünf Kategorien, die nicht klotzen und protzen wollen, aber dennoch mit allen Annehmlichkeiten eines Luxusresorts ausgestattet sind und dem Gast sehr rasch das Gefühl vermitteln – hier bin ich Daheim, zumindest für ein paar Tage. Zum einen ist es der individuelle Freiraum, der hier jedem Einzelnen geboten wird, zum anderen das für die Gruppe so typische Understatement bei der Gestaltung der Villen. Der vorhandene Luxus wird nicht offen zur Schau gestellt, vielmehr sind es die inneren Werte und die Soft skills, die dieses Hideaway so außergewöhnlich machen. Jacky, mein persönlicher Butler, organisiert nicht nur die Shopping Tour in die kleine Inselhauptstadt, sondern reserviert einen der begehrten Plätze am Chefs-Table, chauffiert den Gast zeitgerecht mit dem kleinen Elektro-Kart zum Spa, bringt Eiswürfel für den kühlen Sun-Downer auf der eigenen Terrasse oder arrangiert Picknick-Ausflüge. Herzlich und diskret.
Die 56 harmonisch in die Landschaft eingebetteten, mit hochwertigen Naturmaterialien ausgestatteten Villen sind Refugien der Ruhe und bieten absolute Privatsphäre. Fast alle Villen verfügen über einen uneinsehbaren Garten mit Terrasse, großem Privatpool mit Sonnendeck und vielen Sitzgelegenheiten sowie einen Tages-Pavillon. Der Wohnbereich umfasst einen klimatisierten Schlafraum mit verstecktem Fernseher, der wahlweise vom Bett oder der Badewanne bedient werden kann, Schreibtisch mit Internet-Anschluss, ein breites Sofa mit Ausblick auf die Phang Nga Bay oder den tropischen Dschungel, einen Schrankraum, ein offenes Bad mit Dusche, zwei Waschbecken und eine im Boden versenkte Badewanne, ein seperates WC sowie eine Außendusche. Mini-Bar, Weinkühlschrank, Safe, Telefon, DVD/CD-Player, Espressomaschine und Tee-/Kaffeezubereiter runden die perfekte Ausstattung der Villen ab. Die zweistöckigen Deluxe-Pool-Villen verfügen im Erdgeschoss neben dem Pool zusätzlich über ein Wohnzimmer mit großzügigem Sofa, das auch zum Schlafen für zwei bis drei Kinder verwendet werden kann und ebenfalls mit Weinkühlschrank, Minibar, Nespresso-Maschine, Bad mit Dusche und WC ausgestattet ist. Eine besonders schöne Lage, nämlich direkt am kleinen Sandstrand von Yao Noi haben die Villen 1-4, die allesamt auch über einen kleinen Privatbereich am Strand mit Liegen unter Palmen verfügen. Womit wir schon beim einzigen Kritikpunkt wären. Da die beiden Strände vor dem Six Senses Resort ziemlich klein sind, haben wir in diesem sonst so luxuriösen Hideaway einen großen Gemeinschaftspool mit Liegeterrasse vermisst, zumal manche Villen aufgrund der üppigen Vegetation fast den ganzen Tag im Schatten liegen.
Abseits vom thailändischen Massentourismus bietet das Six Senses Hideaway Yao Noi eine entspannte Urlaubsatmos-phäre auf einer noch sehr ursprünglichen Insel, die eine magische Ausstrahlung hat. Ein jedes Ding hier habe eine magische Seele, sagen die Einheimischen, und man ist geneigt, ihnen zu glauben. Koh Yao Noi, neun Kilometer lang und drei Kilometer breit, ist die Heimat freundlicher Bauern, Fischer und Händler. Bunte Stelzenhäuser mit Blick auf die Phang Nga Bay, urige Dörfer mit winzigen Geschäften, am Straßenrand spielende Kinder, üppig-grüne Reisfelder und einsame Strände. Kaum zu glauben, dass dieses idyllische Kleinod, das die Besucher durch seine Natürlichkeit anzieht, nur 90 Minuten mit dem Boot von Phuket entfernt ist.
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