Mobile Luxushotels
Sie sind bis zu sechseinhalb Tonnen schwer, haben vier Betten und bieten viel, viel Komfort. Derartige Riesen wie der Hymer Liner sind die wohl schönste Form des mobilen Reisens, sie stehen in Ausstattung und Ambiente einem Luxus-Hotel kaum nach.
Ein Zelt? Das war einmal! Ein Wohnwagen? Viel zu mühsam zu ziehen! Dem Reisemobil gehört die Gegenwart, und Geld spielt dabei – der Wirtschaftskrise zu trotz – wenig Rolle: Möglichst luxuriös muss es für viele sein, das rollende Heim. Auf all das, was man zu Hause hat, will man auch im Urlaub nicht verzichten. Das einzige Problem dabei ist das Gewicht, denn mit dem B-Führerschein lassen sich eben nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen lenken. Achteinhalb Meter lange Reisemobile wie der Hymer Liner um gut 180.000,- Euro wiegen hingegen 6,5 Tonnen, weshalb man einen C1-Schein machen muss. Der kostet rund 1.000,- Euro extra.
Bei den Alkoven (siehe „Kleines Wohnmobil-ABC“) hat die Firma Dethleffs, deutscher Caravan-Pionier seit den 1930er-Jahren, ein komplett neues Fahrzeug im Angebot – den Globetrotter L. Damit ist der Luxus, der im Globetrotter XXL seit einigen Jahren in 8,50 Metern Länge und ab 110.000,- Euro angeboten wird, nun auch deutlich platzsparender zu haben. Das Auto basiert auf dem Iveco Daily mit 136 PS und ist entweder 6,90 oder 7,35 Meter lang; es gibt drei bzw. vier Betten, zwei davon befinden sich über der Fahrer-Kabine. Birnbaum-Dekor verleiht den Möbeln viel Eleganz, sowohl beim komplett ausgestatteten Küchencenter als auch in der Nasszelle mit Dusche und WC vermisst man nichts. Los geht’s bei knapp 65.000,- Euro, wobei man mit diversen Extras auch noch den einen oder anderen Tausender drauflegen kann. Flachbildschirm, Satelliten-Schüssel, Klimageräte, Solaranlage, Backofen und Mikrowelle, Teppiche und Deko-Pakete – die Liste kennt kaum Grenzen.
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