Anziehende Gegensätze
Korfu – grüne Insel, von karibisch blauem Wasser umspült, mit unübersehbarem venezianischen Einfluss. Prof. Dr. Klaus Lukas konnte nachvollziehen, warum die österreichische Kaisern Elisabeth dort ihr liebstes Feriendomizil, das Achillion errichtete.
Schon beim Anflug ist man überrascht, denn Korfu ist im Gegensatz zu anderen griechischen Inseln von einem durchgehenden grün leuchtenden Wald überzogen. Die Venezianer ließen hier Millionen von Olivenbäumen pflanzen. Es gibt sie auf allen griechischen Inseln, aber auf Korfu sind sie Jahrhunderte alt und geben der Landschaft einen ganz besonderen, fast mystischen Reiz. Ihre Gesamtheit wirkt wie ein in die Jahre gekommener Urwald, in dem sich die vielen kleinen Dörfer verstecken. Sie scheinen von dem an der Küste pulsierenden Ferienleben der Touristen fast unberührt dahin zu dösen. Selbst in abgelegenen kleinen Orten stößt man auf reizvolle venezianische Architektur. Schmale Straßen durchziehen die Hügel und Täler in einem ständigen Auf und Ab und führen zu immer neuen Aussichtspunkten über Buchten, Meer und bizarre Felsformationen. Korfu ist eine echte Badedestination, aber für jene die wollen noch viel mehr. Das Wasser ist kristallklar und meistens spiegelglatt. Wasserskifahren hat hier Tradition und Weitschwimmer kommen auf ihre Rechnung. Zwischen den ehemaligen Fischerdörfern an der Nordküste Sidari und Roda, stößt man auf den „Canal d’Amour“. Durch mächtige Sandsteinfelsen schlängelt sich ein enger, schmaler, unterirdischer vierzig Meter langer Wasserkanal, der von den hübschesten Bikinimädchen frequentiert ist. Unverheiratete Frauen, die den Kanal durchschwimmen und sich dabei einen Mann wünschen, werden bald darauf heiraten, so die Legende. Ein Tipp für Wanderer mit viel Zeit und guter Kondition ist der 220 Kilometer lange Corfu Trail, der vom Kap Akrotiri Arkoudia bis zum Kap Akrotiri Agias Ekaterinis führt.
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