Austria Kiosk Fullsize
24. Juni 2010
Das Land der schönen Pferde

Kappadokien bietet eindrucksvolle Steinformationen. © Stephanie Grünberger / REISE-aktuell

Das Land der schönen Pferde

Kappadokien verziert die Erde mit seltsamen Steinformationen zwischen behüteten Örtchen und überwachsenen Ruinen alter Zeiten. Stephanie Grünberger durfte christliche Kultur, orientalische Gastfreundschaft und weitläufige Naturschönheiten erkunden.

Im Morgendunst, der verschwindenden Schleier, der nun scheuer werdenden Nacht, steigt eine bunte Horde einer Ballonfamilie auf. Immer höher und höher fliegen die Heißluftwesen, die nun versuchen, an der lockenden Himmelstür zu klopfen. Magisch ziehen sie die Blicke an, die wachsende Sonne wärmt die lächelnden Gesichter und die sandgelben Felsen, die sich wie Meereswogen überschlagen. Sie scheinen sich im Gleichklang mit dem weitgereisten Wind zu rhythmisieren und zu einer Apotheose eines Wunders zu verschmelzen. Durch Vulkantätigkeiten des Taurusgebirges wurde ein Land geschaffen, dass sich aus Bims- und Tuffgestein zu seltsamen Gebilden formte, dass in Fels und Wiese anarchistische Ausbuchtungen und Erhebungen ließ. Phallische Feenkamine und tropfenförmiger Stein treffen auf das byzantinische Erbe, dass sich in über 3.000 Höhlenkirchen Gehör verschafft. Beeindruckende Canyons wie die Ihlara Schlucht, das Tal der Mönche oder die versteckten unterirdischen Städte stehen für die die Einmaligkeit des bizarren Landes.

zurück
Mit türkischem Spiel und Charme zaubert der Eismann Lachen auf die G...
Auf den türkischen Märkten herrscht reges Treiben. Leuchtkräfti...
Die Selime Kathedrale, die am Ausgang des Ihlara-Tals liegt, erh...
Eine Begegnung mit einem neugierigen offenherzigen Einwohner. Die ein...
weiter

Die wundersame Luftreise geht nun weiter zum Tor der verzaubernden frühchristlichen Märchenwelt, dem 1.500 Quadratmeter großen Salzsee Tuz Gölü, der zu den Provinzen Nevşehir, Niğde, Aksaray, Kışehir und Kayseri mit schmucken Ortschaften wie Göreme, Uçhisar, Ürgüp und Avanos führt. Die frühesten menschlichen Zeugnisse stammen bereits aus der Zeit um 6.500 vor Christus. Die Hethiter, die um 1.600 vor Christus hier lebten, bauten bereits Getreide an. Sie wurden von den Völkern Phryger und Lyder abgelöst, bevor sich im späten 7. Jahrhundert die Meder niederließen. Bis 1071 erstand hier schließlich ein wichtiges byzantinisches Zentrum. Zelve zum Beispiel ist eingebettet zwischen magischen Höhlenkirchen und Jahrtausendealte Höhlenwohnungen. Das Göreme Open Air Museum, seit 1985 Weltkulturerbe, trägt davon Zeugnis. Ein Höhepunkt ist die Karanlık Kilise, ein dunkler Kirchenraum von dem sich biblische Figuren erheben. An diesem Knotenpunkt trifft man nicht nur auf die stolze orthodoxe Mystik, sondern auch auf muslemische Kultur und Religion wie auf den hypnotischen Tanz der Derwisch, der praktizierenden Sufi, die Angehörigen muslimisch asketisch-religiösen Ordensgemeinschaften.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe.

Info

Türkische Botschaft
Informationsabteilung für Kultur und Fremdenverkehr
Singerstraße 2/8, A-1010 Wien
Tel. +43-1-51 22 12 8

als PDF »

« zurück | zur Übersicht | | Karte 'Türkei' anzeigen »

 
1 - 10 von 15
Die aktuellsten News als RSS Feed abonnieren
RSS
reiseaktuell auf twitter
TWITTER
Austria Kiosk Sky

JPETo ™ CMS