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24. Juni 2010
Ein Platz an der Sonne

Mit dem Mazda MX-5 die kroatische Küste entlang fahren und bereits während der Fahrt die Meeresbrise und den Duft der Pinienwälder und Zypressen inhalieren. © Johannes Böhm / REISE-aktuell

Ein Platz an der Sonne

Der Rohdiamant Kroatien zeigt sich geschliffen und poliert und wartet förmlich darauf, per Cabrio entdeckt zu werden. Johannes Böhm schnappte sich einen Mazda MX-5 und pilgerte gen Süden...

Unzählige Plätze laden dazu ein, Steilküsten zu bestaunen, Blicke ins tintenblaue Meer zu richten, Buchten mit Piniensaum und einsame Gehöfte, gut von Zypressen eingehüllt, zu entdecken. Jeder Küstenkilometer nährt den Entdeckertrieb, verwöhnt die Sinne, schickt Körper und Geist auf eine Entspannungsreise und gipfelt Eindrücke mit warmer Sonne und feinsten Speisen. Längst hat die Sterne-Gastronomie in Kroatiens Kulinarik-Tempel Einzug gehalten, erlesene Geschmacksreisen, gewürzt mit salziger Meeresluft und trockenem Zypressenduft. Für den klassischen Kurztrip gen Süden empfiehlt sich Istrien als abwechslungsreiche Halbinsel, die fein geschliffene Juwele wie Rovinj, Porec, Pula, oder die ehemalige K&K-Residenz Opatija beheimatet.

Istrien liegt wenige Autostunden von der österreichischen Staatsgrenze entfernt, idealer Startpunkt für eine Istrien-Rundreise ist zum Beispiel das slowenische Küstenstädtchen Portoroz. Hier finden sich nicht nur exquisite Hotels, die sich im Meer der untergehenden Sonne spiegeln, sondern auch erlesene Restaurants mit lokalen Spezialitäten aus dem Herzen des istrischen Meeres. Von hier aus sind es keine zehn Kilometer auf kroatisches Territorium, wenngleich wir einen Abstecher über die Weinbergregion empfehlen. Zum Beispiel über Livade hoch nach Optralj. Der Lohn ist ein herrlicher Ausblick bis zur Küste, wo malerische Städtchen wie Novigrad oder Porec auf Entdeckung warten. Bis heute sind das historische Straßennetz und uralte Ruinen und Mauerwerke erhalten. Im Restaurant Konoba Cok in Novigrad wartet Sergio Jugovac, die kroatische Version von Hans Moser, auf hungrige Feinschmecker. Die Speisekarte bietet unter anderem Wildaustern und allerlei Meeresgetier. Etwas außerhalb findet sich die Olivenmühle Al Torcio – einer der führenden Olivenölproduzenten Istriens. In Porec sollte vor allem die Euphrasius-Basilika, mit Mosaiken aus Edelsteinen und Perlmutt, bewundert werden. An der Hafenpromenade der Altstadt lädt das Restaurant Sveti Nikola nicht nur mit feudalem Ambiente, sondern auch mit qualitativen und phantasievollen Köstlichkeiten. Ein ländliches Feriendomizil findet sich gut fünf Kilometer von Porec entfernt, zu erreichen über eine in die Landschaft wedelnde Nebenstraße. Das Landhotel Filipini bietet vier Zimmer oder Appartements, einen schattigen Garten und ein behagliches Restaurant.

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Die Küstenstraße von Porec nach Vrsar geizt nicht mit Ausblicken auf das strahlend blaue Meer und bereitet auf einen wahren Augenschmaus vor – den Limski Fjord. Der bekannteste Fjord der Adria erstreckt sich neun Kilometer, von dichten Wäldern umgeben, ins Landesinnere und ist auch bekannt durch seine Muschel- und Austernfarmen. Aussichtstürme spendieren herrliche Ausblicke über die Fjord-Landschaft und kurviges Straßengeläuf verwöhnt den Cabrio-Lenker. Von hier aus ist es eine gute halbe Stunde zum Küstenjuwel Rovinj, dem wohl bekanntesten Hafenstädtchen ganz Istriens. Freunde des Trubels sind hier goldrichtig, denn die engen Gässchen der Bilderbuch-Hafenstadt sind dicht mit Touristen gesäumt. Romantikern sei das Café Valentino ans Herz gelegt, wo Cocktails direkt am Meer auf einem Altstadtfelsen serviert werden. Wer lieber auf einsameren Pfaden gen Süden pilgert, kann um Rovinj einen Bogen ziehen und nahe Bale in die Rolle eines Gutsherren schlüpfen – sofern weder Geld noch Zeit eine Rolle spielen. Im Landgut Meneghetti ist man Herr über zwölf Hektar, 1.600 Olivenbäumen, Swimming Pool, Sauna, Haushälterin und eigenem Koch.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe.

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