Der Naturreichtum der Insel im Altantik ist durch das subtropische, milde Klima einzigartig. Die verschiedenen Levadas führen zu den schönsten Plätzen der Insel und garantieren traumhafte Panoramablicke. © Birgit Schilcher/REISE-aktuell
Anmutige Atlantik-Oase
Eingerahmt vom Atlantik und üppiges Grün soweit das Auge reicht, so präsentiert sich die Vulkaninsel Madeira. Birgit Schilcher hat die Schönheiten der mit verschwenderischem Natur-Reichtum gesegneten Insel entdeckt.
Smaragdgrüne Berge, teils versteckt hinter einer dichten Nebelschicht, kombiniert mit schroffen Steilküsten, gerahmt von klaren, azurblauem Meer und übersät mit bunten Farbtupfern der zahlreichen Blumen der Insel: Madeira präsentiert sich vom ersten Augenblick an als außergewöhnliche Naturschönheit. Begünstigt durch das subtropische, milde Klima herrschen auf der nur 57 Kilometer langen und 22 Kilometer breiten Insel ganzjährig frühlingshafte Temperaturen, die für eine üppige Vegetation sorgen. Idealer Ausgangspunkt für ausführliche Entdeckungstouren ist die Hauptstadt Funchal im Süden der Insel. Exzellente Panoramaausblicke auf die Stadt am Atlantik und einen ersten Überblick ermöglicht mir eine Seilbahnfahrt zum malerischen Vorort Monte, wo Europas Adel die Sommerfrische verbrachte. Nach dem Promenieren durch die exklusiven Gärten und einem Besuch der Kirche der Nossa Senhora do Monte, die auch das Grab des letzten österreichischen Kaisers Karl I. beherbergt, stehen schon die „Carreiros“ mit ihren Korbschlitten von anno dazumal für eine rasante Bergabfahrt bereit.
Das mystische Innere, den malerischen Norden und den kargen Osten der Vulkaninsel erlebt man besonders eindrucksvoll bei einer turbulenten Jeepsafari. Aus- und Einblicke über die üppig bewachsenen Berge bieten Wanderungen entlang der Levadas, die sich zum Teil durch tiefgrüne Lorberwälder schlängeln und auch zum höchsten Punkt der Insel, dem Pico Ruivo mit 1.862 Metern Höhe, führen. Die vor langer Zeit künstlich angelegten Wasserwege bringen das Wasser auch an entlegene Gebiete der Insel und mich zu einer Aussichtsplattform mit Eindrücken, die sich so schnell nicht aus dem Gedächtnis löschen lassen. Im Norden der Insel, in Santana halten wir vor den typisch madeirensischen, reetgedeckten Häuser, die „Casas de Como“, deren Spitzdach bis zum Boden reicht. Im Osten zeigt sich die Insel, nur 500 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt, im Kontrast zum Grün der Insel mit schroffen Klippen im kargen Outfit.
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