- Ein Besuch bei den Tarsiern
- Teil 8 Donaukanal: Italienisches Lebensgefühl
- Teil 7 Donaukanal: Mit echten Palmen
- Teil 6 Donaukanal: Familiäre Atmosphäre
- Teil 5 Donaukanal: Kult Club
- Teil 4 Donaukanal: Israelisches Feeling mitten in Wien
- Teil 3 Donaukanal: Erfrischendes Nass bis Mitternacht
- Teil 2 Donaukanal: Liebe zum Detail
- Teil 1 Donaukanal: 600 Tonnen Sand
- It’s different
- Im Flug über die Savanne
- Ahornsirup & Biofarmen
- Das Land der schönen Pferde
- Begeistert von der Grünen Insel
- Die „Spitze des Zeltes“
- Eine Reise zu den inneren Werten
- Kultur & Entspannung
- Luxus auf der Alm
- Wüsten – Leben
- Spirituelle Schönheit
- Trauminsel
- Mallorca abseits der Klischees
- Fall in love with two boys
- Ni hao Beijing
- Um Kopf und Kragen
- Verliebt in Hamburg
- Kultur & Sonne
- Geduscht von Orcas
Reisetagebuch
von Stephanie Grünberger
Das Land der schönen Pferde
Kappadokien verziert die Erde mit seltsamen Steinformationen zwischen behüteten Örtchen und überwachsenen Ruinen alter Zeiten. Christliche Kultur, orientalische Gastfreundschaft und Naturschönheiten darf ich an diesem Knotenpunkt erkunden.
Im Herzen der Türkei fließen alte kulturelle Schätze in ein Meer der zauberhaften Wunder des Mutterplaneten, die bizarres und liebliches mit tiefer Mystik und freier Menschlichkeit vereinen. Durch Vulkantätigkeiten des Taurusgebirges, Wind und Regen wurde ein Land geschaffen, dass sich aus Bims- und Tuffgestein zu seltsamen Gebilden formte, dass zwischen Fels und Baum anarchistische Ausbuchtungen und Erhebungen ließ. Phallische Feenkamine, dünenartig weißer Stein und sanfte grüne Hügel treffen auf das byzantinischen Erbe, dass sich in über 3.000 Höhlenkirchen Gehör verschafft, wie es auch die beeindruckenden Canyons, die mystischen Bergwelten und saftigen Wiesen tun. Aus dem Nichts scheint sich ein Pilz aus dem Boden zu winden. Eine uralte Konstruktion, der leicht formbaren Hochburgen, in denen hier Menschen Geschichte hinterließen. Eigentümliche unterirdische Städte bohren sich tief in den Stein. Christen schützten sich hier einst vor römischen Angriffen oder vor den arabischen Invasionen seit dem siebenten Jahrhundert. Die Landschaft, die einer faszinierenden Mondwelt gleicht, scheint gerade Wegs aus der Star Wars Serie entstiegen zu sein.
Als wir aus unserem Flugzeug in Kayseri steigen, begrüßt uns eine sternenklare Nacht. Erschöpfung hat sich bereits in meine Glieder geschlichen, da sich die lange Anreise doch bemerkbar macht. Aber die klare Luft, die mir nun um die Nase weht, entschädigt mich dafür. Durch den Neumond ist es so dunkel, dass ich die faszinierende schneebedeckte Bergwelt erst sehen werde, wenn ich am Tag meiner Abreise wieder an diesen Ort zurückkehre.
Als ich am nächsten Tag meine Augen in Uçhisar aufschlage, seh ich im Morgendunst, der verschwindenden Schleier, der nun scheuer werdenden Nacht, eine bunte Horde einer Ballonfamilie aufsteigen. Immer höher und höher fliegen die Heißluftwesen, die versuchen an der lockenden Himmelstür zu klopfen. Magisch ziehen sie meine Blicke an, die wachsende Sonne wärmt mein Gesicht und die sandgelben Felsen, die sich wie Meereswogen überschlagen, scheinen sich im Gleichklang mit dem weitgereisten Wind zu rhythmisieren und zu einer Apotheose eines Wunders zu verschmelzen. Das wird ein wunderbarer Aufenthalt, denke ich bei mir, ein Aufenthalt voller Magie, Träume und Begegnungen.
Einen Reise-Tipp über Kappadokien lesen Sie im nächsten REISE-aktuell 2/2010 welches ab 22. Juni 2010 am Kiosk erhältlich ist.
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