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- Der Helikopter als Skilift
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Reisetagebuch
von Cornelia Buczolich
Der Helikopter als Skilift
Man hört viel vom legendären Champagner Powder in Kanada, doch man muss ihn erleben, um zu wissen was es heißt im kanadischen Tiefschnee zu fahren, findet Cornelia Buczolich.
Wir knien zu zwölft im Tiefschnee und beobachten gespannt den Helikopter am Horizont. Es sieht aus als würde er vorbeifliegen, doch dann schwenkt er ein und steuert direkt auf uns zu. Ich versuche so lange wie möglich ihn im Visier zu haben. Fast surreal sieht es aus, so als würde er direkt auf uns landen. Der Helikopter kommt immer näher und wirbelt den feinen Pulverschnee meterhoch in die Luft. Ich stecke meinen Kopf zwischen die Knie und schütze das Gesicht zusätzlich mit meinen Handschuhen. Eine Gesichtsdusche lässt sich jedoch nicht vermeiden. Ich öffne meine Augen und kann es kaum glauben, dass der Helikopter mit seinen zwölf Metern Länge und dreieinhalb Metern Breite nur vier Schritte von uns entfernt gelandet ist. Millimeterarbeit. Schnell steigen wir ein, gurten uns an und ab geht’s in die Berge der Bogaboos in British Columbia in Kanada. Ich spüre ein Bauchkribbeln als hätte ich Sky Diving gebucht, anstatt Heliskiing. Ich habe ja keine Ahnung was mich erwarten wird. Doch ich vertraue den Erzählungen, dass der Pulverschnee in Kanada nicht vergleichbar ist mit unserem in Österreich. Ich bin keine geübte Tiefschneefahrerin und habe ein mulmiges Gefühl, als ich die unberührten Schneeteppiche erblicke. Zugleich aber auch ein befreiendes Gefühl. Ich schaue auf die mächtigen Gipfel und Granitberge – unberührte Natur wohin das Auge reicht – keine Skispuren, -lifte und -hütten weit und breit. Links türmt sich eine Schneewechte auf und rechts ragt die Gletscherzunge hinunter, die im Winter unter einer dicken Schneedecke schlummert. Ein Paradies für jeden Wintersportler. Mir kommt alles wie im Film vor oder noch besser wie in einem der Sportvideos.
Unser Guide fährt voran und die Gruppe hinterher. Jeder zieht seine eigene Spur im legendären Champagner Powder. Hop, hop, hop – ich fasse es nicht, dass Tiefschneefahren so easy ist. Die Gruppe fährt hinunter, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Jetzt verstehe ich, wieso in den ganzen Prospekten steht, dass es nicht auf die Technik ankommt, sondern nur auf die Kondition. Der Schnee ist so locker, leicht und trocken, dass man gekonnt den Berg hinunter wedelt. Während der Fahrt reicht der Tiefschnee bis zu meinen Knien und trotzdem lässt es sich einfach den Berg hinunter schwingen. Juhu – ja das nennt sich Skifahren.
Die Guides von Canadian Mountain Holidays kennen jede Abfahrt, jeden Berggipfel und jede Steigung wie ihre Westentasche. Die Sicherheit steht natürlich an erster Stelle und so trägt jeder Skifahrer ein Lawinenpiepserl an seiner Brust. Vier Skifahrer jeder Gruppe sind zusätzlich mit einem Sicherheitsrucksack ausgestattet, der eine Lawinenschaufel und eine -sonde beinhaltet. Die beiden Schlusslichter jeder Gruppe verfügen außerdem über ein Funkgerät.
Neugierig? Im REISE-aktuell 2/2009 (ab 19. Juni am Kiosk) ist ein Bericht über Heliskiing mit Canadian Mountain Holidays in British Columbia zu lesen. Buchbar bei KUONI Wr. Neustadt. www.heliskiing-cmh.com
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