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- Nachts auf dem Sepik
- Der Helikopter als Skilift
Reisetagebuch
von Lukas Klaus
Trauminsel
Sri Lanka hat schwierige Zeiten erlebt und unternimmt große Anstrengungen, um den einstigen touristischen Glanz wieder zu erringen. Klaus Lukas hat sich von der harmonischen Atmosphäre in dem vielfältigen Tropenparadies angesprochen gefühlt.
Die Reise in ein Land, in dem soeben ein schrecklicher Bürgerkrieg beendet wurde und das durch die Naturkatastrophe des Tsunami traurige Berühmtheit erlangt hat, ist etwas Besonderes. Vielleicht hatte ich mir etwas Unsicherheit oder Melancholie erwartet. Was mich aber vom ersten Augenblick an tief beeindruckt hat, war eine Atmosphäre der Harmonie. Dieses lächelnde Volk geht untereinander, den Fremden gegenüber und auch mit Tieren liebevoll um.
Mein erstes Erlebnis diesbezüglich war ein Bad in einem Fluss, in dem es auch Krokodile gibt. Die Häuser an seinem Ufer wurden vom Tsunami vernichtet. Die Menschen dort erzählen eine Geschichte, die nach einem Märchen klingt, aber sie schwören, dass es so war und nicht anders: Eine alte Frau hatte einen Hund und konnte ihn gerade davor retten, von einem großen Krokodil gefressen zu werden. Sie fütterte von diesem Tag an täglich das Krokodil und erwartete als Gegenleistung, dass es ihren Hund in Ruhe lassen sollte. Der Deal hatte geklappt. Als der Tsunami kam, hat die Flutwelle die Frau und viele andere ins Meer hinausgetragen. Alle waren tot, nur die Frau wurde vom Krokodil gerettet. Ich finde die Geschichte schön, weil sie unheimlich viel über die Menschen und ihre Philosophie aussagt.
Mein zweites Erlebnis war im Yala Nationalpark. Von Parkangestellten wurde am Abend mit Taschenlampen zu in meinen Bungalow begleitet. Vor der Eingangstür lag auf den Stufen eine prächtige Kobra. Die beiden fanden nichts besonderes daran. Sie schoben sie fast liebevoll mit Stäbchen zur Seite und wünschten mir eine gute Nacht. Die Kobra verschwand unter meinem Bungalow.
In wenigen Tagen sehr viel Bewegendes sehen und erleben, das ist für mich Sri Lanka. Ein Besuch im Haus unseres Reiseführers, im Elefantenwaisenhaus, der Kontakt mit den fröhlichen, erstaunlich gut gebildeten Kindern, und die scharfe duftende Küche sowie eine Zugfahrt mit dem uralten englischen Rumpelzug - mitten unter den Einheimischen zuerst durch den Urwald und dann durch die riesigen Teeplantagen hat mir richtig Spaß gemacht.
Location
Sri Lanka
Klaus Lukas inmitten der Dickhäuter.
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