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Reisetagebuch

von Stephanie Grünberger

07. Dezember 2009

Die 2.000 Jahre alte im Süden gelegene Stadt Petra ist ein Muss für jeden Jordanien-Besucher. © REISE-aktuell/Stephanie Grünberger

Wüsten – Leben

Spiritueller Beduinengeist vereint in Jordanien die Urkraft der Erde mit einer einzigartigen Melodie des Wohlfühlens. Der Wind von 1000 und einem Tag wehte Stephanie Grünberger „beinhart“ um die Nase.

Königreich Jordanien ist ein strahlendes Land, das aus dem wärmenden Sonnenlicht eine Kraftquelle speist, die sich auf unsere Seelen und Körper überträgt. Farbenmeere kräftiger Gelb- und Brauntöne schwappen in das Blau eines Schwarzen Meeres im Süden des Landes oder in eine Stille Glocke einer mysteriösen Besinnlichkeit des Toten Meeres. Das „Bahr Lut“, das Meer des Lot, wie es auch anders genannt wird, befindet sich 410 Meter unterhalb des Meeresspiegels und ist somit der tiefste zugängliche Punkt der Erde. Nun sei endlich mit der amerikanischen Konkurrenz aufgeräumt, denn der tiefste Punkt im Death Valley beträgt „nur“ rund 86 Meter. Mit einem Salzgehalt von 31 Prozent ist das Tote Meer zehnmal salzhaltiger als alle anderen Weltmeere. Genau das wirkt bei Haut- oder Atemwegserkrankungen Wunder, da die heilenden Mineralien eine antiseptische Wirkung haben. Was mich besonders fasziniert hat war, dass sich rund 40 Milliarden Tonnen an kostbaren Mineralien im Toten Meer gelöst haben. Eine unvorstellbare Zahl...

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Unser zweites Ziel dieser Reise war die 2.000 Jahre alte im Süden gelegene Stadt Petra, die aus Grabfassaden und hochaufstrebenden Tempelanlagen wie dem Schatzhaus Al Khazneh besteht. Vor dieser Kulisse suchte bereits Indiana Jones nach dem Heiligen Gral, eines der unerreichten Filmschauplätze, das ohne Synthese für sich stehen kann. Doch ist der Raum hinter der großen Totentempelfassade recht ernüchternd. Keine mysteriösen Geheimtüren oder verzweigte unendliche Gänge sind hier zu finden, sondern einfach ein simples „Zimmerchen“. Ich denke gerade dieses imposante „Außen“ lässt einen einfach „mehr“ erwarten ...da muss doch noch was sein...was für eine absurde Frage...in anbetracht der großartigen Leistungen der damaligen Bauherren. Wie beschwerlich wohl die Arbeiten waren, um all diese Monumente aus dem Stein zu hauen und wie viel Menschenleben hat diese Unternehmen wohl gekostet. Doch unbeirrt schillern Sandsteinfelsen von rosa über gelb zu blau und rot und assimilieren mich total in das Wunder Natur. Ich versinke sacht in eine andere Welt des arabischen Volksstammes der Nabatäer und der damit verbundenen vergangenen Hochkultur. Von diesem verborgenen Stützpunkt aus schienen sie die Sterne des Himmels bis nach Sinai und Damaskus zu beherrschen.

Mehr über Jordanien und den angesagtesten Fünf-Sterne Resorts lesen Sie in der Frühjahr/Sommer-Ausgabe von REISE-aktuell, die ab März 2010 im Handel erhältlich ist.

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