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Curaçao Tourist Board

An der Westküste Curaçaos findet man das Kas di Pal’i Maishi, ein traditionelles Lehmhaus mit strohgedecktem Dach. Das kleine Museum ist Teil des afro-curaçaoischen Kulturerbes. © Curaçao Tourist Board

Curaçaos Geschichte entdecken

Curaçao bietet nicht nur weiße Sandstrände und azurblaues Wasser, sondern auch jede Menge spannende Geschichte. Von traditionellen Bauwerken bis hin zu wichtigen Schauplätzen aus der Zeit der Plantagen können Touristen die Vergangenheit der Insel erleben und damit auch mehr über die heutige Kultur erfahren.

Kas di Pal'i Maishi

An der Westküste Curaçaos können Besucher eine weit zurückliegende Vergangenheit der Insel entdecken. Denn hier findet man das Kas di Pal'i Maishi, ein traditionelles Lehmhaus mit strohgedecktem Dach. Das kleine Museum ist Teil des afro-curaçaoischen Kulturerbes. Es wurde vor ungefähr 130 Jahren gefertigt und veranschaulicht die ländliche Lebensweise bis 1950. Für Touristen aber auch lokale Schulklassen wird so ein Einblick in Leben und Arbeit vergangener Zeiten ermöglicht. Hierbei dienen typische Haushaltsgegenstände als beeindruckende Ausstellungsstücke.

Landhaus Knip und Museo Tula

Das Landhaus Knip, auch Kenepa genannt, ist eines der wichtigsten Monumente der Geschichte Curaçaos. Das am Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Kolonialhaus wurde nach den Früchten des Kenepabaumes benannt und war früher eine der ertragreichsten Plantagen der Insel. Hier wurden Divi-Divie-Samentöpfe und Schafswolle produziert. Doch vor allem ist das Landhaus Knip ein wichtiger historischer Standort des Sklavenaufstands unter der Führung Tulas, der eben hier lebte und arbeitete. Dem Anführer zu Ehren befindet sich heute das Museo Tula in dem Landhaus.

Maritim Museum

Im Maritim Museum an der Sint-Anna-Bucht wird die Vergangenheit der Insel beim und am Wasser lebendig. Besondere Höhepunkte stellen die Thematisierung der holländischen Eroberung Curaçaos und die Entstehung Willemstads dar. Die hölzernen und kupfernen Laufplanken, Bullaugen und Relingen lassen Besucher die Atmosphäre der See hautnah erleben. Neben antik-maritimen Gegenständen und Schiffsmodellen aus dem 17. Jahrhundert sind auch nautische Karten ausgestellt. Als krönender Abschluss des Museumsbesuchs können Bootsrundfahrten durch den Hafen gebucht werden.

Architekturführung durch Otrobanda

Um die Architektur der Karibikinsel und ihre Geschichte kennenzulernen, empfiehlt sich die Führung durch den historischen Bezirk Otrobanda. Unter der Leitung des Architekten Anko van der Woude, der auch an der Restaurierung von Gebäuden des Unesco Welterbes beteiligt war, entdecken Besucher besonders eindrucksvolle Ecken des Stadtteils und lernen dabei den typischen Baustil Curaçaos kennen. Dabei geht es auch immer um das historische Leben in dem ehemaligen Arbeiterbezirk.

Mikvé Israel-Emanuel Synagoge und jüdisches Museum

Die Mikvé Israel-Emanuel Synagoge ist die älteste noch genutzte Synagoge der westlichen Hemisphäre. Mit ihren azurblau gefärbten Fenstern, wunderschön geschnitzten Holzarbeiten und großen, kunstvollen Menoras und Kronleuchtern hinterlässt die Synagoge einen unvergesslichen Eindruck. Besonderes Highlight des Gotteshauses ist der mit Sand bedeckte Boden, dessen symbolische Bedeutung auf verschiedenste Erklärungen zurückzuführen ist. 1970 wurde neben der Synagoge außerdem ein jüdisches Kulturmuseum errichtet.

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