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Shangri-La's Hambantota Resort & Spa/Markus Gortz

Die 58 Hektar große Hotelanlage ist ausgesprochen gepflegt und sorgt nicht nur am Abend für einen besondere Wohlfühlatmosphäre. Gekonnt in Szene gesetzte Lichtelemente, offenes Feuer sowie Wasserflächen und hunderte Palmen sind der Stoff, aus dem Urlaubsträume geschnitzt sind. © Shangri-La's Hambantota Resort & Spa/Markus Gortz

ON TOUR - Shangri-La Sri Lanka

Die Insel Sri Lanka, das ehemalige Ceylon liegt nur 50 Kilometer vom Festland Indiens entfernt und hat sich in den vergangenen Jahren wieder als Top-Reisedestination empfohlen. Entsprechend hat sich auch die Hotelkultur weiterentwickelt, wie man am neuesten, im Sommer 2016 eröffneten Fünfsternehotel Shangri-La Hambantota sieht. Ein Lokalaugenschein von Christian Böhm.

Unser Fahrer stoppt den Wagen, im Dickicht bewegt sich etwas. Mit unserem Swarovski Fernglas können wir es erkennen. Es ist eine Elefantenfamilie, die da hinten friedlich grast. Zu weit weg fürs normale Auge. Langsam bewegen sich die imposanten Tiere in unsere Richtung und wir sehen sie jetzt deutlich. Auf der Lichtung bleiben sie stehen, schauen sich um und grasen weiter. Der Auslöser der Kamera surrt, schließlich brauchen wir ja Erinnerungsfotos von unserer Safari auf Sri Lanka.

Hier am Indischen Ozean sind es die Ruhe des Buddhismus und das angenehme Nebeneinander der beiden großen Volksgruppen der Singhalesen und Tamilen, die das tägliche Leben bestimmen. Und die Fröhlichkeit der Menschen. Das Leben am Land ist zwar ärmlich, aber deshalb nicht weniger lebenswert. Trotz Hektik im Alltag hat es den Anschein, als gäbe es keine Eile, und das obwohl die Straßen voll sind mit Fahrrädern, Klein-LKW´s und Tuktuks, kleinen mofa-ähnlichen Gefährten für bis zu drei Personen. Übrigens auch die günstigste Möglichkeit, auf kürzeren Strecken schnell voran zu kommen. Ein wenig Abenteuer inkludiert.

Das tropische Klima bringt es mit sich, dass das Leben vornehmlich draußen stattfindet, und draußen heißt auf der Straße. Ist die Hauptstadt Colombo mit mehr als 550.000 Einwohnern das Zentrum der Insel, Sitz der Regierung und internationaler Konzerne, so erwartet den Besucher nur unweit der Stadt Natur pur. Im Norden und Osten eher trocken und auf den Hochebenen sogar kühl - dort kommt auch der wunderbar schmeckende Tee her - gibt sich der Süden und Westen der Insel tropisch und heiß. Tierfreunde werden sich über die Nationalparks mit Elefanten, Krokodilen, Affen, Seeadlern, Reihern, Wasserbüffeln und süße kleine Streifenhörnchen freuen. Natürlich kommt die Kultur auf Sri Lanka auch nicht zu kurz, aber das ist Programm bei unserer nächsten Reise.

Nach dem entspannenden Flug mit Qatar Airways von Wien via Doha nach Colombo - man sollte sich überlegen, ob man Business Class bucht, denn die ist an Bord des Qatar Dreamliners einfach wunderbar - freuen wir uns auf die kommenden Tage der Entspannung, eine Runde Golf auf dem einzigen Golfplatz auf Sri Lanka, die Pools und gutes Essen im Shangri-La Hambantota im Süden der Insel. Im bequemen und klimatisierten Kleinbus verfliegt auch der fast vierstündige Transfer wie im Flug, auch deshalb, weil die Autobahnen recht gut ausgebaut sind und erst der letzte Teil der Anreise über Landesstraßen und durch kleinere und größere Ortschaften führt. So bekommt man gleich einen guten ersten Eindruck von Land und Leuten.

Ausgesprochen freundlich ist die Begrüßung im von außen schon sehr imposant wirkenden Resort, das inmitten eines Palmenhains an einem See liegt. Die Check-in-Formalitäten sind schnell erledigt, unser Gepäck übernommen und nach einem kühlen Drink und ebensolchen Erfrischungstüchern, geht's zum Frühstück. "Drinnen oder draußen?", was für eine Frage. Frühstück auf der Terrasse mit Blick zu den Pools, auf die vielen imposanten Palmen und mit Vogelgezwitscher als "Hintergrundmusik". Wer es kühl mag, wird sich im klimatisierten Restaurant wohl fühlen.

Das kulinarische Angebot ist schon zum Frühstück überwältigend, für unseren Geschmack allerdings zu asiatisch und üppig, aber wer hat nicht gern die Qual der Wahl. Viele hilfreiche Mitarbeiter bringen köstlichen Tee, Café, Fruchtsäfte und den Rest kann man sich am schier unüberschaubaren Buffet selbst aussuchen. Von Eiergerichten, über Currys, frischen Früchten bis zu unzähligen Brotsorten, Toasts und Cerealien reicht das Angebot, das mit verführerisch süßem Gebäck und Pastries getoppt wird. Schön langsam und gemütlich, einfach mal runterkommen, einfach ankommen und eine Tasse Ceylon- Tee genießen.

Die Kulisse ist beeindruckend. Hunderte riesige Palmen, ein herrlich gepflegter Garten mit drei Pools, Kinderpool und einer auch für Erwachsene recht erfrischenden Wasser-Erlebniswelt warten darauf, entdeckt zu werden. Stolz ist man hier auch auf das authentische Kunsthandwerkerdorf "Kadamandiya Village", in dem unter anderem Weber, Töpfer, Maler und Bildhauer bei der Arbeit beobachtet und Souvenirs erworben werden können. Abends verwandelt sich das Dörfchen in einen Veranstaltungsort, an dem Künstler traditionelle Musik, Tänze und die einheimische Kampfkunst Angampora darbieten.

Nach einem längeren Rundgang durch die beeindruckende, 58 Hektar große Hotelanlage, an dessen westlichem Ende ein traumhafter, feinsandiger Strandabschnitt liegt, (leider ist das Meer hier in manchen Monaten nicht zum Baden geeignet), am östlichem Ende ein vom amerikanischen Landschafts- und Golfplatz-Architekten Rodney Wright gestalteter, traumhafter 18- Loch Golfplatz anschließt, geht es zurück zur offenen Rezeption und auf's gebuchte Zimmer, wo unser Gepäck schon wartet.

In warmen Naturtönen gestaltet, präsentieren sich die 274 Zimmer im Shangri-La Hambantota Resort & Spa mit mindestens 48 Quadratmetern, edlen Holzböden und handgewebten Teppichen sowie geräumigen Badezimmern, Balkon oder Terrasse. Empfehlenswert sind Gartenzimmer im Erdgeschoß mit direktem Zugang zum Garten und dem Gefühl, in einer Villa zu wohnen. Wer eine der 21 Suiten bucht, darf sich auf geräumige 96 bis 240 Quadratmeter freuen, auf viel Privatsphäre und in den großen Suiten auch auf ein Butlerservice. Frisches Obst gibt es täglich.

Selbst wer nur zum Chillen und Entspannen hierher kommt, wird begeistert sein. Für sportliche und aktive Besucher stehen die drei Pools, und jede Menge Abwechslung im Tagesprogramm bereit. Yoga, Beach Volleyball, Fahrradausflüge in die nähere Umgebung, einer Runde Golf mit Golfdirektor Romain Pouveer, der jede Tücke des Platzes, jeden Sandbunker und jede Palme kennt und von den Ausbauplänen der nächsten Monaten erzählt. So wird eine Driving Range errichtet, um auch Anfängern das Spiel zu erleichtern. Hotelgäste zahlen im Shangri-La keine Greenfee und auch der die Golfrunde begleitende Caddy ist gratis.

Hingegen nicht kostenlos sind die weiteren Ausflugsmöglichkeiten, die das Hotel anbietet. Auf jeden Fall zu empfehlen sind die Safari-Touren in die nahegelegenen Nationalparks, die um fünf Uhr morgens starten und von ausgebildeten Rangern begleitet werden. Der frühe Morgen ist die beste Zeit, um wild lebende Elefanten oder Wasserbüffel an der Tränke zu beobachten. Manchmal macht ein Krokodil dieses Schauspiel etwas interessanter. Dazu warten Pfaue, Faultiere, Affen und eine bunte Vogelwelt mit Papageien, Adlern und dem bunten Eisvogel darauf entdeckt zu werden. Mit etwas Glück entdeckt man sogar einen Leoparden. Nicht nur Fotoenthusiasten sollten zu diesen Ausflügen ein entsprechend großes Teleobjektiv mitnehmen. Die Halbtagestouren führen in die Nationalparks Yala, Bundala, Udawalawe und Kumana. Auf jeden Fall zu empfehlen ist auch eine halbtägige Bootssafari auf dem Fluss Walawe, der 37 Kilometer bis zum Meer führt, und mit unzähligen Fischen und einer reichen Pflanzen- und Tierwelt in den angrenzenden Mangrovenwäldern aufwartet. Schon die Anfahrt vom Hotel zur Bootsanlegestelle mit dem Tuktuk ist ein Erlebnis der besonderen Art. Dabei taucht man in den Alltag der Einheimischen ein und genießt die Fahrt im authentischen Fortbewegungsmittel der Singhalesen.

Nach der beeindruckenden Flußsafari geht's im Tuktuk wieder zurück ins Hotel, wo drei Restaurants mit verschiedenen kulinarischen Themen verwöhnen. Während das Ganzttagesrestaurant "Bojunhala" mit lokaler und internationaler Küche lockt, kommen im "Sera", inspiriert von den typischen Straßenverkaufsständen, südostasiatische Spezialitäten auf den Tisch. Chef Moko beeindruckt selbst asiatische Gäste mit Köstlichkeiten wie Chicken Springroll mit süsser Chillisauce, Beef Rendang indonesisch, ein Curry mit leichter Schärfe und köstlichem Gemüse, ein absolutes Highlight ist die "Tom Yang Goong", eine Lemongrass- Suppe mit Langusten. Der süsse Abschluss, ein Kokosnusskuchen mit hausgemachtem Eis darf da nicht fehlen.

Steakliebhaber werden eher im "Ulpatha" im Golf-Club anzutreffen sein, denn hier werden Burger, Steaks und Salate auf der Terrasse mit Blick auf den traumhaften Golfplatz serviert. Wie Generalmanager Iain McCormack erzählt, wird diese in Kürze um eine offene Schauküche erweitert, um noch mehr Gästen die Möglichkeit dieser exklusiven Location zu bieten. Exklusiv wird auch die neue Bar am Strand, die gerade in Planung ist, wo man einen Sundowner bestellt und den Sonnenuntergang erste Reihe fußfrei genießen kann.

Genießen kann man im Shangri-La Hambantota auch im ruhig gelegenen Chi Spa, das mit zwölf Behandlungsräumen chinesischen und traditionell ayurvedischen Anwendungen mit Kräutern und lokalen Naturprodukten wie Kokosöl für Entspannung sorgt.

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