Das 1114 vom heiligen Leopold gegründete Stift Klosterneuburg ist seit 900 Jahren Ordenssitz und sollte im 18. Jahrhundert die kaiserliche Residenz Karls VI. werden. © Stift Klosterneuburg
Wertvolle Schätze
Die neue Klosterneuburger Schatzkammer wird ab 1. Mai 2011 geöffnet.
Das Stift Klosterneuburg ist seit 900 Jahren ein kulturelles und geistliches Zentrum in Österreich. Seine Schatzkammer beherbergt neben zahlreichen Kunstwerken von europäischem Rang auch den österreichischen Erzherzogshut als herausragendes Objekt. Bislang war die Schatzkammer nur sehr eingeschränkt zugänglich. Ab Mai 2011 wird der Erzherzogshut in neue und größere Räumlichkeiten übersiedeln und zusammen mit dem Reisealtar des heiligen Leopold, der Schleiermonstranz (1714), dem Leopoldiornat (1729) und zahlreichen anderen Kunstwerken die Hauptattraktion der völlig neu gestalteten Schatzkammer bilden. Die Räumlichkeiten sind dann das ganze Jahr über zugänglich und bieten Platz für etwa 150 Arbeiten aus den Bereichen Goldschmiedekunst, Elfenbein und Textilien. In zwei modern gestalteten Räumen werden außerdem wertvolle kirchliche Objekte aus Mittelalter, Barock und Jugendstil zu sehen sein. Auch erstmals zu sehen ist eine Auswahl der barocken Seiden-Messgewänder, von denen Klosterneuburg einen über Österreichs Grenzen hinaus bedeutenden Bestand besitzt. Der Erzherzogshut selbst befindet sich im dritten Raum, der eigentlichen historischen Schatzkammer mit den 1677 angefertigten Schatzkammerschränken aus Walnussholz. Die Klosterneuburger Schatzkammer wird weiterhin nicht nur ein Museum sein, sondern auch Aufbewahrungsort für liturgische Gegenstände, die nach wie vor in Verwendung sind. Einzelne Objekte werden zu bestimmten Festtagen aus der Schatzkammer entnommen und bei den feierlichen Hochämtern in der Stiftskirche verwendet.

