Entschleunigen, genießen und in sich gehen: Urlaub im Kloster als neuer Trend. Bild: Die Marienschwestern in Bad Kreuzen führen aus dem Stress-Labyrinth. © Oberösterreich Tourismus
Göttlicher Urlaub
Dem Stress entfliehen - heimische und grenznahe Klöster laden zum Entschleunigen ein.
Das Handy klingelt ständig, man muss andauernd erreichbar sein und hat keine Zeit mehr richtig durchzuatmen. Die ersten Vorzeichen eines Burnouts melden sich, spätestens dann sollte man sich eines gönnen: Ruhe. Diese Ruhe findet man in über 30 Klöstern, Abteien und Begegnungsstätten Oberösterreichs und Niederbayerns. In manchen Klöstern urlauben Männer und Frauen getrennt, wie etwa im bayrischen Kloster Niederaltaich oder im Kloster Eggenfelden. Dort können Männer die franziskanische Lebensweise kennenlernen. Neben spiritueller Einkehr bieten viele Besinnungsstätten auch traditionelle Klostermedizin an. Im österreichischen Bad Kreuzen, einem bekannten Kneipp-Kurort, eröffnete vor kurzem das erste Zentrum für Tradtionelle Europäische Medizin (TEM). Heilkräuter, Massagen und Wickel zählen zu den Therapie-Ritualen, ein besonderer Höhepunkt ist Wyda, das auch als „Jungbrunnen der Druiden“ bekannt ist. Wyda ist eine dem Yoga ähnliche Heilgymnastik, die hilft die Konzentration zu stärken und Blockaden zu lösen. All jene, die Angst haben, den ganzen Aufenthalt fasten zu müssen, können beruhigt werden. Fasten ist nur dann angesagt, wenn man sich dafür entscheidet. Ansonsten gehören exzellente Gasthäuser meist zum fixen Bestandteil der Urlaubsklöster. Außerdem sorgen Nonnen und Mönche oft für kulinarische Überraschungen. Die Benediktinerinnen in der niederbayrischen Abtei Tettenweis etwa produzieren einzigartige Nudelspezialitäten nach italienischer Art. In Niederaltaich gibt es zwölf verschiedene Klosterliköre, das Rezept kennen nur die Mönche und Gott allein. In Engelszell gilt es den Trappistenmet zu kosten, ein Honiglikör und nicht zu vergessen das neue Trappistenbier „Gregorius“.



