Um beispielsweise in St. Tropez einen stressfreien Urlaub zu verbringen, ist es ratsam sich vorher über die Bestimmungen zu informieren. © REISE-aktuell/ Christian Böhm
Tipps für den Urlaub
Wer sich bereits vor Urlaubsantritt genaue Informationen über das Reiseziel einholt, ist auf der sicheren Seite. Der ÖAMTC schafft mit den fünf Top-Tipps gute Orientierung für die Urlaubssaison 2012.
Man kann nicht voraussetzen, dass jeder Reisende alle Bestimmungen kennt. Um sich Frust im Urlaub zu ersparen ist es daher wichtig, sich bereits im Vorfeld über Rechte und Pflichten des Reiseziels zu informieren.
Die ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner gibt fünf Top-Tipps an Reisende weiter:
Mitführpflichten:: Was man in Europa im Auto mitführen muss unterschiedet sich von Land zu Land. In Frankreich muss ab 1. Juli 2012 beispielsweise ein Alkotholtestgerät, im Baltikum, Griechenland und in der Türkei beispielsweise ein Feuerlöscher mitgeführt werden. Serbien verpflichtet Autofahrer stets ein Abschleppseil und den Europäischen Unfallbericht im Auto zu haben. Im Hinblick auf die Unterschiedlichkeiten hat der ÖAMTC im Herbst 2011 eine Verenheitlichung der Mitführpflichten in der EU gefordert.
Abweichende Verkehrsbestimmungen: Auch bei Tempolimits, Promillegrenzen oder Licht am Tag sind sich die EU-Länder uneinig. In Tschechien, der Slowakei und Ungarn gibt es beispielsweise eine 0,0-Promille-Grenze. Telefonieren in Spanien ist zum Beispiel nur mit einer im Fahrzeug eingebauten Freisprecheinrichtung, jedoch allerdings nicht mit Headset gestattet.
Fahrverbote und Umweltzonen: Der Dschungel der Fahrverbotszonen ist in Europa ebenfalls unübersichtlich. In Deutschland bestehen in mehr als 50 Städten bereits Umweltzonen, für die eine Plakette benötigt wird. In vielen Italienischen Städten gibt es die sogenannte „Zona traficco limitato“, die sich meist über die Innenstadtbereiche erstreckt. Unterschiedliche Zonen, über die man sich im Vorfeld informieren sollte gibt es auch in Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden.
Mietwagen: Unvermutete Extrakosten für beispielsweise Navigationsgeräte, Kindersitze oder Winterreifen können den Mietwagen-Preis unvermutet in die Höhe treiben. Wenn man vor der Abreise bei einem heimischen Vertragspartner bucht, können etwaige Streitfälle im Heimatland verhandelt werden. Vor der Übernahme des Wagens sollte man außerdem auf abgefahrene Reifen, Licht-, Blech-, oder Lackschäden achten und auch die Tankregelung klären.
Reise- und Kfz-Dokumente: Auch innerhalb der EU muss man stets den Reisepass oder Personalausweis mit sich führen. Wer mit dem Auto verreist sollte außerdem die Grüne Versicherungskarte an Board haben. Wenn es sich dabei nicht um das eigene Auto handelt, sollte man stets die Vollmacht des Besitzers dabei haben.

