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Saskia Bursa & Martina Bartholner

Das Kapitol © Saskia Bursa & Martina Bartholner

Savannah und Washington DC

April 2016

Es ist stockfinster (Tatsache). 

Die Kirchenglocken schlagen Mitternacht (Tatsache).

Menschenleere Straßen, Friedhöfe und Squares (Tatsache).

Die Geister erheben sich aus ihren Särgen (angeblich).

Der Spuk beginnt (angeblich). 

Willkommen in Savannah!    

 

Savannah, Georgia

Von Florida aus hat es uns mit dem Bus nach Savannah verschlagen. Die Stadt ist klein, heimelig und genau so, wie man sich die Südstaaten vorstellt. Hier laufen die Uhren anders und man fühlt sich Jahrzehnte zurückversetzt. Französische Kolonialhäuser dominieren den Stadtkern, Spanish Moss bedeckt die Bäume und gibt ihnen ein schauriges, romantisches Aussehen – apropos schaurig, Savannah ist eine Geisterstadt. Sie wurde auf vielen alten Gräbern und Friedhöfen erbaut und damit lockt man unter anderem Geistertouristen nach Georgia: es gibt verschiedene Geistertouren und es ist lustig an ihnen teilzunehmen. So erfährt man auch viel über die Geschichte Savannahs. Wer Geistern nicht viel abgewinnen kann, entspannt am besten bei Spaziergängen durch das Stadtzentrum und kehrt in vielen Restaurants, Cafés oder Süßigkeitenläden ein. Savannah hat unglaublich viele kleine Plätze (Squares) und Parks und einer ist hübscher als der andere. Wir waren verzaubert! Savannah ist definitiv ein Juwel der Südstaaten.  

 

Öffentlicher Verkehr in den Südstaaten

Kurz gesagt: es gibt keinen öffentlichen Verkehr. Busse verbinden die größten Städte miteinander, eine Zugroute führt an der Küste entlang nach Norden oder nach Süden. In Staaten wie Alabama, Georgia oder South Carolina ist es ratsam ein Mietauto zu nehmen, sonst ist man ziemlich ortsgebunden. Hätten wir das nur früher gewusst...  

 

Finanzielles in den Südstaaten

So verschlafen und verträumt diese wunderschönen Städte an der südlichen Ostküste der USA auch sein mögen, so teuer sind sie. Sie sind nette Urlaubsdestinationen – vor allem für Amerikaner – und das lassen sie sich zahlen. 100 Euro für eine Nacht sind durchaus nicht ungewöhnlich, wenn man in Savannah oder in Charleston, South Carolina, absteigen will. In den anderen Staaten ist das Verhältnis zwischen Preis und Leistung stimmiger.  

 

Washington, DC

Nachdem wir uns finanziell keinen weiteren Zwischenstopp in den Südstaaten zumuten konnten, haben wir uns von Savannah aus acht Stunden in den Zug gesetzt und sind direkt nach Washington, DC, gefahren. Generell gilt: man wohnt nicht in DC, sondern in Virginia, beispielsweise in Roslynn, wo auch wir abgestiegen sind. Ein ausgedehnter Spaziergang führt direkt ins Herz DCs, wo das eindrucksvolle Kapitol, das Weiße Haus und die unzähligen Denkmäler zu Ehren der ehemaligen Präsidenten zu den Highlights zählen. Zusätzlich haben wir uns in die National Archives begeben um uns die Verfassung live und in Farbe (oder zumindest das, was davon übrig geblieben ist) anzusehen. Es gibt unzählige Museen und auch das FBI hat sein Hauptquartier in DC und bietet Führungen an.  

 

Rund um DC

Für DC sollte man sich Zeit nehmen, denn auch die umliegenden Gebiete sind nett zu erkunden. Der Militärfriedhof Arlington liegt gleich hinter dem Lincoln Monument auf der anderen Seite des Flusses – die vielen weißen Kreuze sind vor allem medial bei uns bekannt. Ein Besuch auf diesem noch immer aktiven Friedhof (20+ Beerdigungen am Tag) ist auf jeden Fall sowohl negativ als auch positiv eindrucksvoll. Arlington ist ein riesiger nationaler Schatz und spiegelt sehr viel Mentalität der US-Amerikaner wider – was man davon halten mag, sei dahingestellt. Man sollte ebenfalls ein paar Stunden in Georgetown in Betracht ziehen. Hier steht eine der besten Universitäten des Landes und die Gegend ist jung, trendig und perfekt für einen Nachmittag voller Shopping und Essen geeignet. Uns persönlich haben die umliegenden Gebiete besser gefallen als DC selbst, obwohl wir von den Monumenten sehr beeindruckt waren. In und um DC steht man an jeder Ecke mehr oder weniger in einer Filmkulisse eines bekannten Hollywoodfilms... Spaß macht ein Besuch eindeutig!  

 

Fazit

Die Südstaaten sollte man sich in Ruhe und mit einem eigenen Mietwagen ansehen, denn sie haben wahnsinnig viel zu bieten: kulturell, geschichtlich und landschaftlich – sie sind so ganz anders als der Rest der USA. Negativ zu erwähnen ist, dass die Südstaaten im Vergleich ziemlich teuer sind. Für DC gilt: die Highlights sind definitiv das Weiße Haus, das Kapitol und die Denkmäler, doch Museumsliebhaber kommen definitiv auf ihre Kosten und könnten wohl eine ganze Woche im Herzen der Stadt verbringen. Außerhalb DCs gibt es jedoch auch eine Menge Ausflugsziele für Vormittag oder Nachmittag, allen voran Arlington und Georgetown.    

 

Bis bald in New York City,

S und T

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    Grenzenlos von Tina und Saskia

    von Tina Bartholner und Saskia Bursa In (1)80 Tagen um die Welt: Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Malaysien, Singapur, Neuseeland und USA.

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