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Ich packe mein Auto und nehme mit… Packtipps für vier unterschiedliche Urlaubstypen

Von den Adrenalin-Abenteurern über die Camping-Crew und die Stadt-Stöberer bis zu den Strand-Stars: Je nach Urlaubstyp unterscheiden sich die Anforderungen an das richtige Packen für die Urlaubsreise mit dem Auto. Welche das sind? Reifenhersteller Semperit stellt vier klassische Urlaubstypen mit ihren Packvorlieben vor und gibt Tipps, wie alle sicher und entspannt ihre Autoreise antreten.

Sommerzeit ist Reisezeit: Für sieben von zehn Österreichern steht in diesem Jahr wieder unangefochten das Auto als Verkehrsmittel an der Spitze, ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag von autoscout24.at.1 Flexibilität, Unabhängigkeit und höhere Sicherheit in Zeiten der Pandemie sind die Hauptgründe für diese Wahl. Bevor es losgehen kann, gilt es allerdings, die eigenen Siebensachen richtig im Auto zu verstauen. Wie kann der gefühlt immer viel zu kleine Kofferraum bloß effektiv und sicher beladen werden? Die Antwort: Es kommt auf den Urlaub an. Denn so unterschiedlich die Art der Auszeit, so unterschiedlich sind auch die Herausforderungen an die Packkünste. Was dem Strandliebhaber die Badehose und der eBook-Reader, ist dem Sport-Freak das Surfboard oder Mountainbike. Für die selbstversorgende Camperfamilie darf die elektrische Kühlbox nicht fehlen und Städteurlauber auf Entdeckungsreise wollen für jeden Fall gewappnet sein.

Die Adrenalin-Abenteurer

Für den sportbegeisterten Urlauber ist es Ehrensache, mit dem eigenen Sportgerät im Gepäck ans Meer zu fahren oder den nächsten Alpenpass zu erobern. Leihen vor Ort? Kommt für die meisten Adrenalin-Abenteurer nicht in Frage! Heißt dann aber auch: Je größer und sperriger das Equipment, desto durchdachter muss gepackt werden. Oder können Sie es sich leisten, die Größe Ihres Autos jederzeit an Ihr Sportgerät anzupassen? Nein? Dann gehört kleineres Sportgerät auf jeden Fall im Inneren des Wagens verstaut, solange genug Platz für weiteres Reisegepäck bleibt. Wie sieht es aber aus, wenn die Anzahl der mitreisenden Personen und auch das Sportgerät größer wird? Eventuell reicht der Kofferraum nicht mehr aus. Dann ist beispielsweise ein klassischer Dachgepäckträger die richtige Wahl. Besonders sperriges Gepäck wie Kanus oder Surfbretter eignen sich gut für diese Art des Transportes, denn sie entsprechen der Form des Fahrzeugs. Aber Vorsicht bei E-Bikes: Die elektrischen Komponenten erhöhen deutlich das Gewicht. Es könnten Probleme mit der zulässigen Dachlast drohen. Allgemein taugt für die Fahrräder der gesamten Bande eher ein Heckträger. Dieser beeinflusst das Fahrverhalten weniger als auf dem Dach und erlaubt ein leichteres Handling und Aufstellen der Räder. Die Akkus gehören beim Transport übrigens ins Wageninnere. Wer schließlich das zulässige Gesamtgewicht und die gesetzlichen Vorgaben zu Hause sowie im Reiseland beachtet, kann entspannt in den Aktiv-Urlaub starten.

Die Camping-Crew

Größere Gruppen und Familien, zu zweit oder allein: Mit maximaler Zuladung, Gesamtgewicht, Höhenbeschränkungen und Kofferraum-Tetris kennen sich auch die freiheitsliebenden Camper aus. Akribisch und peinlichst genau wird auf das Gewicht der Ausstattung geachtet. Jeder Winkel im eigenen Gefährt wird optimal genutzt. Hersteller überzeugen mit immer mehr Hightech für die Sicherung des platz- und gewichtssparenden Camping-Equipments. Campende Reisebegeisterte, die auch beim Nachbarn auf dem Autobahnrastplatz mit Fachwissen glänzen wollen, sollten in jeden Fall den Vorab-Check der Straßenregeln und Vorgaben für Wohnwagen und Wohnmobile im jeweiligen Urlaubsland machen. Beispiel Schweiz: Gespanne dürfen dort auf dreispurigen Autobahnen nicht den linken Fahrstreifen benutzen. Ebenso muss eine zusätzliche Sicherheitsverbindung zwischen Anhänger und dem Zugfahrzeug angebracht sein, die mit einer speziellen Öse oder einem Bügel befestigt ist. Geduldet wird aber auch die sogenannte „Hollandöse“, die das Abreißseil am Wohnwagen sichert.

Die Stadt-Stöberer

Bequeme Sneaker für die Sightseeingtour, das Jackett für den Besuch des Sternerestaurants und natürlich die hochwertige Kameraausrüstung sind für den klassischen City-Reisenden unverzichtbar. Als Chamäleon unter den verschiedenen Urlaubstypen überlassen sie nichts dem Zufall und sind in der Regel auf alle Eventualitäten vorbereitet. Am besten auch auf die Gefahren eines Diebstahls oder Autoaufbruchs. Ganz verhindern lässt sich das natürlich nicht. Aber ein paar Tipps helfen, diese Risiken zu minimieren. Dazu gehört, dunkle Ecken mit bekannt höheren Kriminalitätsraten zu vermeiden und keine Wertsachen oder Originaldokumente, Navi oder Smartphone im geparkten Auto sichtbar für jeden liegen zu lassen. Dieselbe Umsicht sollte auch für sämtliche Sonderverkehrsregelungen am Urlaubsziel gelten. Nicht nur Stadt-Stöberer, auch alle anderen Urlaubstypen, die historische Stadtzentren im Urlaubsland erkunden wollen, sehen sich oftmals mit individuellen Mautgebühren und bestimmten Zufahrtsbeschränkungen konfrontiert. In Italien zum Beispiel sollte man sich mit der Zona Traffico Limitato (ZTL) auskennen. Solche besonderen Regelungen werden in einigen beliebten Urlaubsländern auch mal temporär und situationsbedingt eingerichtet. So sind bestimmte Umweltzonen wie im Stadtgebiet rund um den Genfer See bei erhöhter Luftverschmutzung im Sommer mit individuellen temporären Zufahrtsbeschränkungen und Tempolimits belegt. Gut zu wissen: Für den nötigen Durchblick im bürokratischen Regeldschungel am Reiseziel bieten viele bekannte Autoclubs und -plattformen – wie beispielsweise auch der ÖAMTC – entsprechende Services und Länderinfos an.

Die Strand-Stars

Mit solchen Regelungen haben die Beach-Liebhaber auf Reisen vielleicht weniger zu tun. Hauptsache, der fahrbare Untersatz kommt möglichst nah an den Traumstrand heran. Ein kostenloses Sandpeeling im Beifahrersitz gehört doch praktisch schon zum Urlaubsfeeling dazu. Vorsicht ist jedoch geboten bei luftgefülltem Wasserspielzeug für kleine und große Badefans wie Luftmatratzen und Co. Während diese auf der Hinreise meist noch originalverpackt und gut verstaubar sind, gilt am Urlaubsort: Je heißer der Autostellplatz, desto höher auch die Gefahr, dass das gute Stück aufgeblasen und im aufgeheizten Autoinnenraum zu platzen droht. Wer für den puren Strandgenuss zudem mit kleiner Tasche reist und eher zu viel als zu wenig Platz im Kofferraum hat, kann dem Verrutschen des Gepäcks mit einer ausgelegten Gummimatte sehr gut vorbeugen.

Gute Vorbereitung ist der halbe Urlaub

Egal ob Strand-Star, Adrenalin-Abenteurer, Camping-Crew oder Stadt-Stöberer: Geht es an das Beladen des Autos, lohnt sich auch vorab die Überlegung, was tatsächlich zwingend mit auf die Reise muss. Schon mal darüber nachgedacht, das angesagte neue Marken-SUP-Board sowie die Fahrräder für die ganze Familie vielleicht doch vor Ort auszuleihen? Oder auf dem Campingplatz bzw. im Hotel nachzufragen, ob es freie Schattenstellplätze bzw. Sonnenschirme gibt? Vom Blick in die Wetterprognose am Urlaubsort ganz zu schweigen, um vorab die passende Kleidung einzupacken.

So funktioniert Kofferraum-Tetris

Ist das einmal geklärt, gelten für alle Urlaubstypen die goldenen Regeln: Ablage und Fußräume freihalten, schwere Gegenstände nach unten und höchstzulässiges Gesamtgewicht (siehe Auto-Betriebsanleitung) beachten. Wenn alle Gepäckstücke vor dem Einpacken neben dem Auto platziert werden, kann dieser Überblick helfen, das Tetris-Spiel nicht in die Länge zu ziehen. Darüber hinaus spielt das mögliche Verrutschen von Gepäck eine Rolle, genauso wie die Höhe des Kofferraums. Wichtig, um viele Risiken schon vor Reiseantritt zu minimieren: Den Reifendruck und die Scheinwerferstellung immer an das erhöhte Gesamtgewicht anpassen! Da der richtige Reifendruck je nach Modell variieren kann, sind die ausführlichen Informationen auf den offiziellen Seiten der Fahrzeughersteller hilfreich. Aufkleber im Handschuhfach, der Tankabdeckung oder am Rahmen der Fahrertür dienen unterwegs zur kurzen Orientierung. Wer sich bei voll beladenem Auto trotzdem nicht sicher ist, ob die Einstellungen am Fahrzeug richtig sind, kann sie immer noch beim Autowerkstattservice prüfen lassen.

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