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Michael Huber

© Michael Huber

Idyllische Wander-Paradiese

Für welchen Wandertyp ist Österreich das ideale Urlaubsziel? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es ist ebenso für Alpinisten wie für Wein- und Genussliebhaber ein echtes Wanderparadies.

Österreich ist knapp 600 Kilometer lang und höchstens 300 Kilometer breit. Dennoch hat das Land im Herzen Europas eine unglaubliche Vielfalt an Regionen mit höchst unterschiedlicher Topographie und klimatischen Voraussetzungen aufzuweisen. Eines lässt sich angesichts dieser enormen Vielfalt jedenfalls feststellen: Österreich ist ein wahres Wanderparadies für jeden Gusto. Erfahrene Alpinisten kommen ebenso auf ihre Kosten wie Familienurlauber, die es beim Wandern lieber gemütlich angehen. In Sachen Bewegung in freier Natur gibt es nichts, was es nicht gibt. Hinzu kommt ein hervorragendes Angebot an Unterkünften sämtlicher Preisklassen – von der urigen Pension bis zum Luxus-Wellnesshotel sowie eine unvergleichliche Hüttenkultur. Aber auch was Hege, Pflege und Beschilderung von Wanderrouten aller Schwierigkeitsgrade anbelangt, bewegt sich das Wanderland Österreich im internationalen Spitzenfeld.

Das westlichste Bundesland Vorarlberg verfügt über mehr als 1.100 Kilometer bestens gepflegte Wanderwege mit 260 Tourenvorschlägen für jeden Wandertyp. Für besonders konditionsstarke Alpinisten liefern die Weitwanderwege durch die Gletscherlandschaften der Silvretta, die Bergwelten des Rätikons und die saftigen Wiesen der Verwallgruppe unvergessliche Erlebnisse. Ausgehend vom Bodensee kann man auf dem Rundwanderweg namens „Min Weag“ auf insgesamt 31 Etappen das ganze Bundesland durchqueren.  
Tirol ist bei Touristen aus aller Welt als Mekka für Skifahrer, Bergsteiger und Wanderer berühmt. Für Liebhaber hochalpiner Touren ist Tirol ein wahres Dorado, gibt es doch mehr als 350 Berggipfel mit mehr als 3.000 Meter Höhe, den Großglockner, mit 3.798 Meter höchster Berg Österreichs inbegriffen. Mehr als 24.000 Kilometer Wanderwege für sämtliche Ansprüche führen durch so bekannte Landschaften wie Stubaital, Karwendelgebirge, Ötztal und Zillertal. Längster Wanderweg Tirols: der 413 Kilometer lange Adlerweg, auf dessen 33 Etappen mehr als 30.000 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Achtung! Nichts für Anfänger und Halbschuhtouristen.

Die nächste Etappe unserer West-Ost-Wanderung führt uns ins Bundesland Salzburg. 7.200 Kilometer Wanderwege sowie eine vielfältige Landschaft, die von schroffen Bergen und lieblichen Seen geprägt ist sowie nicht zuletzt die Weltkulturerbe-Stadt Salzburg locken Jahr für Jahr zigtausende Touristen ins Land. Besonders empfehlenswert: Die Tour „Vier Berge, drei Seen“ mit Start am Fuschlsee. Für Weitwander-Experten empfiehlt sich eine Tour mit 31 Etappen, in deren Zuge man sich auf 350 Kilometern 120 Almen und 25 Gemeinden „ergeht“. Der Nationalpark Hohe Tauern wiederum ist sowohl für Familien als auch für erfahrene Alpinisten ein unvergleichliches Naturspektakel. Auch im Sommer einen Besuch wert ist das als Wintersportort berühmte Saalbach-Hinterglemm. Es verfügt unter anderem über viele Kilometer bestens gepflegter Wanderrouten aller Schwierigkeitsgrade.  Die in Salzburg gelegene Region Mittersill-Hollersbach-Stuhlfelden ist idealer Ausgangspunkt für hochalpines Wandern und Bergwandern. Zwischen Tälern und Gipfeln erstreckt sich ein ursprüngliches Bergerlebnis mit Bächen, Wasserfällen, Bergseen, Wäldern, Jahrhunderte alten Almen und Gletschern. Umgeben von den 3.000ern des Nationalpark Hohe Tauern und den sanften Grasbergen der Kitzbüheler Alpen ist die eindrucksvolle Landschaft im Oberpinzgau ein wahres Paradies für Bergliebhaber. Unzählige markierte Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade führen von Mittersill, Hollersbach und Stuhlfelden ausgehend zu immer neuen Zielen. So zum Beispiel auch auf den drei permanenten IVV-Wanderwegen „Moorerlebnis Wasenmoos“, „Panoramarundweg“ und „Über die Schösswendklamm zum Hintersee“. Wer mehr über den Nationalpark Hohe Tauern, rund um den höchsten Berg Österreichs (Großglockner, 3.798 m), erfahren will, kann im Nationalparkzentrum Mittersill acht faszinierende Naturräume nacheinander durchwandern und dabei die außergewöhnliche Vielfalt des größten Schutzgebietes der Alpen (über 1.800 km²) kennen und verstehen lernen.

Als „Land der Seen“ genießt Oberösterreich einen hervorragenden Ruf. Herrliche Seen wie Attersee, Traunsee, Wolfgangsee, Mondsee und Irrsee und viele andere laden zum Wandern, Wassersport oder Baden ein. Eine unvergessliche Outdoorkulisse bietet der bis nach Fernost berühmte Ort Hallstadt im Salzkammergut sowie die Region Phyrn-Priel in den oberösterreichischen Voralpen. Sie sind Heimat der imposantesten Bergmassive des Bundeslandes, Dachstein und Großer Priel. Östlich der Donau kommen Genusswanderer im urwüchsigen Mühlviertel auf ihre Kosten.    

Wandern in Niederösterreich ist ein heißer Tipp für Familien mit Kindern und für Freunde harmonischer Landschaften. Die Wachau und der Wienerwald bieten sanfte Hügel und dichte Waldrücken. An den Terrassen entlang der Donau lockt die liebliche Wachau, die nicht umsonst den Titel Weltkulturerbe führen darf. Ursprünglich geht es im nördlichen Waldviertel zu, für Weinliebhaber hat das Weinviertel Wanderungen im Programm, bei denen die Themen Wein und Kulinarik nicht zu kurz kommen.

Wer Wien besucht, sollte auch bequeme Trekkingschuhe im Urlaubsgepäck haben. Österreichs Bundeshauptstadt bietet seinen Besuchern nicht nur jede Menge Kunst, Kultur und Architektur, sondern auch gepflegte Wandermöglichkeiten, beispielsweise in den Wiener Hausbergen, die man zumeist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Bei einem Gläschen original Wiener Gemischen Satz lässt man hier gerne den Wandertag in einem urigen Heurigenlokal ausklingen.

Im äußersten Osten Österreichs empfängt das Burgenland seine Gäste mit einer völlig anderen Charakteristik. Mit Ausnahme des Leithagebirges, im Gegensatz zu seinem Namen eher hügelig als gebirgig, ist das Land an der Grenze zu Ungarn vor allem steppenhaft flach und im Sommer deutlich trockener und sonniger als die westlicheren Bundesländer. Das Burgenland ist daher auch bei Wanderern, die zwischendurch gerne ein gutes Glas kräftigen Rotwein genießen, sehr beliebt. Ein absoluter Höhepunkt ist der Neusiedlersee mit dem gleichnamigen Nationalpark, der Wanderer mit seiner einzigartigen Flora und Fauna in den Bann zieht.

Berge, Burgen, heilsame Bäder und schier endlose Wälder sind charakteristisch für die Steiermark, die gerne auch als „Grünes Herz Österreichs“ bezeichnet wird. Der Norden des Landes wird vom alpinen Hochland rund um den Dachstein dominiert und hat im Gesäuse und im Hochschwab-Gebiet insbesondere aussichtsreiche Höhenwanderwege im Programm. Besonders vielfältig ist der Weitwanderweg „Vom Gletscher zum Wein“, der typisch für die große Vielfalt dieses Bundeslandes ist.

Einen längeren Wanderaufenthalt sollte man in Kärnten einplanen. Ob in den Julischen Alpen, den schroffen Karawanken an der Grenze zu Italien und Slowenien oder in den zur Steiermark und Salzburg gelegenen Nockbergen: Das südlichste Bundesland Österreichs hat alles zu bieten, was die Herzen von Genusswanderern und Hochalpinisten höherschlagen lässt. Als erfrischende Abkühlung kann man nach hitziger Tour in die kühlen Fluten von Wörthersee, Millstätter See oder Faaker See stürzen.

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