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Archiv der Salzburger Festspiele/Foto Ellinger

Hugo von Hofmannsthal, „Jedermann“, 1920 Regie: Max Reinhardt, Alexander Moissi (Jedermann), Johanna Terwin (Buhlschaft)© Archiv der Salzburger Festspiele/Foto Ellinger

Jubiläum in Salzburg: 100 Jahre Festspiele

Derzeit wird im Salzburg Museum ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert - und das noch bis Oktober 2021: Mit einer Landesausstellung blickt man hier auf 100 Jahre Salzburger Festspiele zurück.

Die erste Aufführung von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ am 22. August 1920 auf dem Domplatz gilt als Gründungsdatum der Salzburger Festspiele. Unter dem Titel „Großes Welttheater“ ermöglicht die Landesausstellung im Salzburg Museum Interessierten einmalige Einblicke in die Geschichte der Festspiele und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart. Film- und Tondokumente, Fotos, Kostüme, Requisiten, ein umfangreiches Archiv sowie Installationen renommierter zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen tragen zu einem umfassenden Gesamterlebnis auf 1800 Quadratmetern bei. Workshops, Führungen sowie die einmalige Gelegenheit in außergewöhnlichen Zeitdokumenten zu blättern bieten die Möglichkeit, die Salzburger Festspiele individuell zu entdecken.

Der Ausstellungsbesuch startet mit einem filmischen Intro in die Geschichte der Salzburger Festspiele. Die vom ORF produzierte Dokumentation bietet einen ersten Überblick über die Gründung und den historischen Kontext der Festspiele. Im ersten Obergeschoss taucht man anschließend in das umfassende Archiv der Festspiele ein. Fotos, Rezensionen, Publikationen, Skizzen und Dokumente werden durch Objekte aus dem Kostümfundus, den Werkstätten sowie dem Möbel- und Requisitenfundus erweitert und durch Film- und Tondokumenten ergänzt. 100 Objekte stehen hier stellvertretend für 100 Jahre Festspielgeschichte, aus jedem Jahr gibt es ein besonderes Exponat zu sehen. An Sonntagen hat man zusätzlich Gelegenheit in sonst unter Verschluss gehaltenen Dokumenten wie den originalen Regiebüchern von Max Reinhardt oder den ersten Programmheften und Kritiken der Festspiele zu blättern.

Der dritte Abschnitt umfasst einen Rundgang, der gemeinsam mit Institutionen wie dem Jüdischen Museum Wien, dem Theatermuseum Wien, dem Literaturarchiv Salzburg und den Wiener Philharmonikern sowie mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern entstanden ist. Diese wurden eingeladen, aus ihrer Perspektive auf die Festspiele einzugehen und mit ihrer jeweiligen Expertise Teil einer gemeinsamen Erzählung zu werden.
Das abschließende Kapitel der Landesausstellung verwandelt die Kunsthalle des Salzburg Museum in eine Bühne. Sie dient während der gesamten Laufzeit der Ausstellung und besonders im Festspielsommer 2021 als Aufführungsort und lässt Menschen auf und hinter der Bühne sowie das Publikum selbst zu Wort kommen.

Für die Landesausstellung wurden außerdem Menschen, die vor oder hinter den Kulissen mit dem „Jedermann“ verbunden sind, zusammengebracht und treten in einer Videoinstallation jeweils zu zweit in Dialog. Unter anderem kann man so Cornelius Obonya (Jedermann von 2013 bis 2016) und Lena Sonnleitner (seine damalige Garderobiere), Peter Lohmeyer (seit 2013 der Tod) und Walter Lager (langjähriger Requisiteur) und Tobias Moretti (Jedermann seit 2017) und die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, bei ihren Erzählungen rund um ihren Arbeitsplatz und dessen Bedeutung für Besucher, weit über die Grenzen Österreichs hinaus, lauschen.


Ausstellungsdauer:  bis 31. Oktober 2021
Öffnungszeiten: Di–So 9–17 Uhr; 26. Juli bis 30. September 2020: Mo–So 9–17 Uhr

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