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Andreas Hechenberger

ISM Rolando Villazon © Andreas Hechenberger

Mozartwoche: vom 21. – 31. Jänner 2021 in Salzburg

Mit Mozartschem Optimismus: Das bedeutendste Mozart-Festival der Welt und Rolando Villazón feiern mit einem adaptierten Programm in vollem Umfang an elf Tagen Mozarts 265. Geburtstag

„Musico drammatico! Was für ein passendes, fast schon prophetisches Motto in diesen dramatischen Zeiten“, resümiert Mozartwoche-Intendant Rolando Villazón über die Festival- Maxime und fügt hinzu: „Kunst, Kultur und Musik sind Lebenselixiere – gerade jetzt auch zu Corona-Zeiten. Trotz der dynamischen Entwicklungen und der aktuellen Lockdowns bleibe ich fest davon überzeugt, Ende Jänner unsere MozartfreundInnen und KünstlerInnen aus der ganzen Welt in Salzburg zu einer außergewöhnlichen Mozartwoche begrüßen zu können und mit dem ersten Festival des Jahres wieder Mozarts Licht in unser aller Leben zu bringen.“

Mozart mit Sicherheit erleben – so lautet die oberste Prämisse der Mozartwoche 2021: Die Stiftung Mozarteum verfügt über ein behördlich genehmigtes Präventionskonzept, das bereits bei vielen Veranstaltungen seine Wirksamkeit erfolgreich beweisen konnte. Aufgrund der aktuellen Sicherheitsanforderungen mussten im ursprünglich geplanten Festival-Programm einige Adaptionen vorgenommen und wenige Projekte aus organisatorischen Gründen verschoben werden, darunter die szenischen Aufführungen von „Don Giovanni“, „L’Oca del Cairo“ und „Sacred Mozart“. Zahlreiche KünstlerInnen und Orchester konnten dafür gewonnen werden, ihre Konzerte zweimal zu spielen, um trotz der geringeren Sitzplatzkapazitäten den BesucherInnen möglichst viel Mozart zu ermöglichen. Die Mozartwoche 2021 kann und wird im Jänner als erstes Festival des Jahres in voller Länge und Umfang an elf Tagen mit 56 Veranstaltungen stattfinden.

Die Mozartwoche 2021 greift das Motto Musico drammatico auf und zeigt den Komponisten als Musikdramatiker im vielfältigen Mozartschen Kosmos: Das Festival widmet sich schwerpunktmäßig seinen Werken in Moll, bei welchen die unmittelbare dramatische Wirkung besonders spürbar wird. „Als Leser der menschlichen Seele und als unvergleichlicher übersetzer dieser abstrakten Licht- und Schattenwelt präsentiert sich uns Mozart als der vollkommenste Musico drammatico“, so der Intendant, „Mozart war in all seinen Werken ein Meister der Dramatik und der menschlichen Geschichten – in seinen Opern, Symphonien und Konzerten gleichermaßen. Mozart lebt – und wie!“

94 Sekunden neuer Mozart

Beginnen wird die Mozartwoche 2021 – und das ist neu im Programm – mit einem ganz außergewöhnlichen Nachmittag, bei dem ein bisher unbekanntes Mozart-Stück erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird und im Großen Saal des Mozarteums erklingt. Kern von „94

Sekunden neuer Mozart“ ist das Allegro in D-Dur KV 626b/16, ein dreiteiliges, tanzartiges Klavierstück, welches unter der Moderation von Ulrich Leisinger, dem wissenschaftlichen Leiter der Stiftung Mozarteum präsentiert und vom US-Pianisten Robert Levin aufgeführt wird. Das Mozart-Autograph erwarb die Stiftung Mozarteum noch vor der Corona-Krise aus Privatbesitz; mittlerweile konnte verifiziert werden, dass es sich um ein bislang unbekanntes, von Wolfgang Amadé Mozart eigenhändig niedergeschriebenes Klavierstück handelt, das der Komponist höchstwahrscheinlich mit 17 Jahren Anfang 1773 am Ende seiner dritten Italienreise oder unmittelbar nach der Rückkehr nach Salzburg aufgeschrieben hatte.

Mozart bewegt

Die Mozartwoche unter der Intendanz von Rolando Villazón steht für das Zusammenspiel universaler Ausdrucksformen wie Musik, Tanz, Wort, Pantomime und Puppenspiel, die Mozart so sehr liebte, um seine dramatische Vielfalt auf der Bühne widerzuspiegeln. Das bleibt auch bei der kommenden Festivalausgabe trotz Einschränkungen so: Bei der Uraufführung des Projekts Mozart Moves! – „Ewig Dein Dich Liebender...“ im Salzburger Landestheater mit Magdalena Kožená im Zentrum formen sich Konzertarien, Lieder, Tänze und kaum bekannte Fragmente aus Mozarts Feder zu einem fesselnden musikalischen Erzählstrang, der sich mit einer choreographischen Interpretation zum veritablen Musiktheater rund um die verschiedenen Facetten von Liebe verbindet. Die 2020er Mozartwoche-Produktion Pùnkitititi! hat sich in die Herzen des Publikums gespielt, die Aufführung kehrt in reduzierter Form fünfmal in das Salzburger Marionettentheater zurück, wegen der behördlichen Abstandsregeln muss auf eine Live-Musikbegleitung verzichtet werden. Der Pianist Jory Vinikour bringt Mozart mit Charlie Chaplin zusammen: Mozart meets Chaplin and a Cat in der im Herbst 2020 neu eröffneten Villa Vicina. In der SZENE Salzburg verknüpfen Cécile Roussat und Julien Lubek mit Magic Mozart Tanz, Pantomime, Akrobatik, Objekttheater und Musik zu einem magischen, bewegenden Gesamtkunstwerk. Im OVAL – Die Bühne im EUROPARK lädt Der Kleine Mozart auf eine musikalische Reise für die ganze Familie ein. Cara sorella mia aus der Reihe Briefe und Musik wird von Eldbjørg Hemsing auf Mozarts „Costa“-Violine, Marie Sophie Hauzel am Hammerklavier und Schauspielerin Adele Neuhauser (Rezitation) gestaltet und beleuchtet die Beziehung von Wolfgang Amadé zu seiner Schwester Maria Anna.

Hochkarätige Mozart-InterpretInnen

Das Festival wird von zwei feierlichen Konzerten umspannt, die jeweils Rückschau und Ausblick bieten: Im Eröffnungskonzert dirigiert Keri-Lynn Wilson das Mozarteumorchester Salzburg mit Xavier de Maistre an der Harfe und Flötistin Mathilde Calderini; das Abschlusskonzert, gestaltet vom Collegium 1704 mit Václav Luks am Pult und Mojca Erdmann als Solistin, endet in Moll mit Mozarts Symphonie g-Moll KV 550. Thomas Hengelbrock wird das Balthasar-Neumann-Ensemble in einem speziell für diese Mozartwoche konzipierten Pasticcio für Tenor und Sopran, Szenen einer Ehe, bei zwei Aufführungen im Großen Saal dirigieren. Das Chamber Orchestra of Europe mit Robin Ticciati und Sopranistin Regula Mühlemann bringen u. a. Mozarts Maurerische Trauermusik KV 477 und Exsultate jubilate KV 165 ebenfalls zweimal in den Großen Saal. Das Freiburger Barockorchester ist zusammen mit Kristian Bezuidenhout und Tenor Daniel Behle zweimal zu hören, u. a. mit Sätzen aus Mozarts Haffner-Symphonie KV 385. Das Ensemble L’Arpeggiata unter der Leitung von Christina Pluhar kommt mit zwei geistlichen Werken in d-Moll, der frühen Missa Brevis und dem Requiem, und das Mozarteumorchester Salzburg, der Bachchor Salzburg und Robert Levin

bringen mit Riccardo Minasi am Pult ein historisches Konzert Franz Xaver Wolfgang Mozarts aus dem Jahr 1805 zur Wiederaufführung. Die Mozartsche Liebeserklärung an Constanze, die Messe in c-Moll, wird von Alain Altinoglu, den Wiener Philharmonikern, einer handverlesenen SolistInnenbesetzung und der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor aufgeführt. Daniel Barenboim setzt seinen Zyklus der späten Symphonien und Klavierkonzerte mit den Wiener Philharmonikern fort. Unterstützt wird er dabei von der Mezzospranistin Marianne Crebassa. Mit Martha Argerich verbindet Daniel Barenboim eine über 70 Jahre währende Freundschaft, seit vielen Jahren sind sie auch gefeierte Duopartner: Die beiden Tastengiganten spielen ausgewählte Werke Mozarts zu vier Händen. Auch Mitsuko Uchida spinnt ihren Mozart- Reigen mit dem Mahler Chamber Orchestra weiter.

Keine Mozartwoche ohne Sir András Schiff: Der Dirigent und Pianist wählt für die beiden Konzerte mit seiner Cappella Andrea Barca zwei Werke, die eine besondere Dramatik in Mozarts Leben spürbar werden lassen: Das letzte in Salzburg entstandene Konzert, das Klavierkonzert KV 271 aus dem Jahr 1777, und das Klavierkonzert KV 595 – die Uraufführung im Jahr 1791 war der letzte öffentlichen Auftritt Mozarts. Bei seiner Mozartiade beleuchtet Schiff das Liedschaffen Mozarts, Stars wie Luca Pisaroni, Sylvia Schwartz, Ema Nikolovska und Mauro Peter interpretieren sämtliche Lieder des Komponisten.

Digitales Magazin

Das beliebte Magazin zur Mozartwoche erscheint heuer erstmals in digitaler Form – gewohnt opulent und informativ – mit Interviews mit Daniel Barenboim, Alain Altinoglu und Sir András Schiff sowie ausführlichen Berichten über das unbekannte Mozart-Stück KV 626b/16, Mozart Moves, Mitsuko Uchida, den Neubau des Pausenfoyers „Mehr Raum für Mozart“ und vieles mehr.

Das digitale Magazin finden Sie hier: Magazin zur Mozartwoche

Der offizielle Trailer: Mozartwoche 2021

Weitere Informationen finden Sie hier: mozartwoche.at

 

Biografie Rolando Villazón

Durch seine fesselnden Auftritte auf den renommiertesten Bühnen der Welt und seine einzigartige Vielseitigkeit hat sich Rolando Villazón als einer der führenden und beliebtesten Künstler der Gegenwart etabliert. Neben seiner Bühnenkarriere ist er als Regisseur, Schriftsteller, Radio- und TV-Persönlichkeit sowie als künstlerischer Leiter der Mozartwoche Salzburg bekannt. 1972 in Mexico City geboren, begann er seine musikalischen Studien am nationalen Konservatorium seines Heimatlandes, bevor er Mitglied der Nachwuchsprogramme an den Opernhäusern in Pittsburgh und San Francisco wurde. International machte er sich 1999 als mehrfacher Preisträger beim Operalia-Wettbewerb einen Namen. Noch im selben Jahr folgten zahlreiche erfolgreiche Debüts an den wichtigsten Opernhäusern, die seinen Rang als außerordentliches Talent zementierten. Seitdem ist er auf allen großen Bühnen der Welt zu Gast. Seit seinem Regiedebüt in Lyon 2011 hat sich Rolando Villazón auch als Regisseur etabliert und u. a. für das Festspielhaus Baden-Baden, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf und die Wiener Volksoper inszeniert. 2007 wurde der Tenor Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Seine Aufnahmen wurden über zwei Millionen

Mal verkauft und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er in seiner Wahlheimat Frankreich zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Rolando Villazón ist Botschafter der Red Noses Clowndoctors International und Mitglied des Collège de Pataphysique de Paris. Er hat bislang drei Romane, „Malabares“ (2013), „Lebenskünstler“ (2017) und zuletzt im Juni 2020 „Amadeus auf dem Fahrrad“ veröffentlicht. 2017 wurde er zum Mozart-Botschafter der Stiftung Mozarteum Salzburg ernannt. Seit 2019 ist Rolando Villazón Intendant der Mozartwoche und wird das weltweit wichtigste Mozart-Festival für fünf Jahre, bis 2023, künstlerisch gestalten.

Stiftung Mozarteum Salzburg

Wolfgang Amadé Mozart fasziniert die Menschen in aller Welt seit mehr als 250 Jahren durch seine Werke und seine Persönlichkeit. Die Stiftung Mozarteum Salzburg ist die weltweit führende Institution zur Bewahrung und Verbreitung dieses unschätzbaren kulturellen Erbes und trägt die vielfältigen Facetten Mozarts in die Welt mit dem Auftrag, allen Menschen und Generationen den Zugang zu seiner Musik, seinem Leben und seiner Persönlichkeit zu eröffnen.

Die Stiftung Mozarteum Salzburg setzt sich als Non-Profit-Organisation mit der Person und dem Werk Wolfgang Amadé Mozarts auseinander. Mit Initiativen in den drei Kernbereichen Konzertveranstaltung, Mozart-Museen und Wissenschaft schlägt sie die Brücke zwischen Bewahrung der Tradition und zeitgenössischer Kultur. Ihr Ziel ist es, wechselnde Perspektiven und neue Denkanstöße in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten zu eröffnen. Seit 1956 veranstaltet die Stiftung Mozarteum rund um Mozarts Geburtstag im Jänner die Mozartwoche.

Der Verein Stiftung Mozarteum Salzburg wurde 1880 von Bürgern der Stadt Salzburg als „Internationale Stiftung Mozarteum“ gegründet und hat seine Wurzeln im „Dom-Musik- Verein und Mozarteum“ von 1841. Mozarts Witwe Constanze sowie die Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang stifteten dem Verein den Großteil seiner persönlichen Erinnerungsstücke. Die Stiftung Mozarteum verfügt damit über die weltweit größte Sammlung an originalen Briefen, Porträts und Instrumenten der Mozart-Familie.

 

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