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Stadt der 1.000 Gesichter

Heute nehmen wir euch mal wieder mit auf ein vergangenes Highlight. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg durch die Hansestadt Hamburg. Deutlich wird dabei auf jeden Fall eines: Es müssen nicht immer ferne Länder sein.

Hamburg – eine Stadt voller Gegensätze: Auf der einen Seite der bunte Szene-Stadtteil St. Pauli mit der Reeperbahn, die gern als „Die sündigste Meile der Welt“ bezeichnet wird. Auf der Anderen das wohlhabende Wohngebiet Blankenese mit seinen unzähligen Villen und romantischen Ausblicken auf die Elbe. An jeder Ecke zeigt sich die Hansestadt von einer neuen Seite.

Dass Hamburg auch als das „Venedig des Nordens" bezeichnet wird, hat die Stadt nicht nur den drei großen Flüssen – Elbe, Bille und Alster – zu verdanken, sondern auch den unzähligen Kanälen (sogenannte Fleete), die das innere Stadtgebiet durchfließen. Vor allem in der Speicherstadt – ein von Kanälen durchzogener schmaler Streifen zwischen Innenstadt und HafenCity – herrscht eine ähnlich romantische Stimmung wie bei dem italienischen Gegenstück. Der weltgrößte, mittlerweile über hundertjährige zusammenhängende Lagerhauskomplex und UNESCO-Welterbe wird geprägt von hohen roten Backsteinhäusern und zahlreichen Stahlbrücken. Mit Beginn der Dämmerung hüllt sich die Hamburger Speicherstadt in eine geheimnisvolle Aura, wenn sich die von 800 Scheinwerfern kunstvoll beleuchteten Fassaden im Wasser spiegeln.

Für Kunst- und Kulturliebhaber bieten die zahlreichen Theater-, Opern- und Musicalbühnen ein vielseitiges Programm – besonders nennenswert ist hier die Musicalproduktion von „Der König der Löwen“. Zudem bieten einige dieser Spielstätten einen spektakulären Blick über den Hamburger Hafen, welcher sich auf beiden Seiten der Elbe durch die gesamte Stadt zieht. Auf der nördlichen Seite ist er geprägt von vielen kleinen und großen Fähr- und Kreuzfahrschiffsanlegern, Kaimauern sowie der Kombination aus Alt und Neu in den Stadtteilen Speicherstadt und Hafen-City. In letzterer befindet sich ein weiteres Highlight der Stadt, dass man auf keinen Fall bei einem Besuch auslassen sollte: Die Elbphilharmonie. Das im November 2016 fertiggestellte Konzerthaus wurde aus einem alten Hafenspeicher erbaut, von dem jedoch lediglich der Sockel übrigblieb. Der moderne Aufbau bestehend aus einer Glasfassade, die an Segel oder Wasserwellen erinnert, sorgt für einen starken Kontrast zur Backsteinachitektur des Speichers. Das 110 Meter hohe Gebäude ist nicht nur Hamburgs neues Wahrzeichen und Touristenmagnet, sondern gilt auch als eines der futuristischsten Konzerthäuser der Welt.  

Vor der Fertigstellung der Elbphilharmonie war die St.-Michaelis-Kirche (von den Hamburgern "Michel" genannt) das Symbol der Stadt. Die evangelische Kirche ist der bedeutendste Barockbau Norddeutschlands und eine der Hauptkirchen Hamburgs. Unweit vom Michel entfernt, führt ein unscheinbarer Gang in eine längst vergessene Zeit: In einem kleinen Gässchen befinden sich die Krameramtsstuben Hamburgs. Ehemals als Wohnungen für Witwen vom Krameramt genutzt, bilden die Fachwerkhäuser heute die letzte erhaltene Hofbebauung aus dem 17. Jahrhundert. Neben kleinen Läden, Galerien, Restaurants und einer als Museum erhaltenen Wohnung, befindet sich auch ein kleines Antiquitäten Geschäft mit historischen Büchern über die Hansestadt, aber auch anderen Themenschwerpunkten, inmitten dieser historischen Gasse. Ein Stückchen weiter in Richtung Innenstadt wartet auch schon das nächste Highlight: Das prunkvolle Rathaus, das mit seinen über 600 Räumen – so munkelt man – sogar mehr als der Buckingham Palace in London hat, ist ebenfalls einen Besuch wert.

Wer der Hektik einer Großstadt entgehen möchte, findet Zuflucht in zahlreichen Parks und Grünanlagen. Besonders hervorzuheben ist dabei „Planten un Blomen“ (plattdeutsch: Pflanzen und Blumen). Auch der Stadtpark im Stadtteil Winterhude lädt zu gemütlichen Spaziergängen ein. Darüber hinaus befindet sich hier die Jahn-Sportanlage, eines der ältesten Planetarien Deutschlands, sowie eine Open Air Bühne. Zu einem kühlen Bier geht es zum Biergarten „Landhaus Walter" oder in das „Schumacher's" mit Blick auf einen angrenzenden See.

Apropos Bier: Da die Brautradition in Hamburg bis heute aufrechterhalten wird, lohnt sich eine Führung durch die ortsansässige Holsten-Brauerei. Für Genießer ist ein Besuch des Blockbräu zu empfehlen, in dem man die Möglichkeit hat direkt an den Landungsbrücken den Sonnenuntergang über dem Hafen bei einem kühlen Bier zu genießen.

Auch in Sachen Clubs und Bars hat Hamburg einiges zu bieten: Die großen Clubs befinden sich im Hamburger „Kiez“ – dem Bereich um die weltbekannte Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli. Wer dabei den Spuren der Beatles folgen möchte, kann dies mit einem Besuch im Indra tun. Die Tatsache, dass die ersten Hamburger Auftritte der Beatles hier stattfanden, verleiht dem Club bis heute eine kultige Aura. Zu Ehren der Band wurde außerdem ein Platz an der Mündung zur Großen Freiheit errichtet. Hier sind die Silhouetten der Bandmitglieder auf der wohl größten begehbaren Vinylscheibe der Welt zu bestaunen.  

Mehr über das „Venedig des Nordens“ gibt es in der letzten Winter Ausgabe von REISE-aktuell zu entdecken.

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