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Hallstadt ist, durch seine Nähe am See, eines der teuersten Reiseziele in Österreich, wie die Holidu-Studie herausfand. © Holidu

Sommerurlaub 2019: Der große europäische Preisvergleich

Jedes Jahr stellt sich die gleiche Frage: Wohin soll es im Sommerurlaub gehen? Zwischen der idealen Urlaubsregion, die den eigenen Bedürfnissen gerecht wird, und den Kosten abzuwägen, nimmt viel Zeit in Anspruch. Holidu, die Suchmaschine für Ferienhäuser, hat verschiedene Reisezeiten unter die Lupe genommen und die Kosten in der Haupt- und Nebensaison in 45 Ländern verglichen. Für die Studie wurden die Daten von mehreren Millionen Ferienunterkünften erhoben und die durchschnittlichen Übernachtungspreise für drei bis acht Personen pro Nacht in einer repräsentativen Woche jeweils in der Haupt- und Nebensaison betrachtet.

Urlaub in Europa in der Hauptsaison: von günstigen 41 Euro bis zu satten 608 Euro pro Nacht ist alles dabei

Der Durchschnittspreis pro Nacht für eine Ferienunterkunft beträgt rund 124 Euro innerhalb Europas in der Hauptsaison. In diesem mittelpreisigen Segment bewegen sich Andorra (117 Euro), Kroatien (120 Euro), Finnland (125 Euro) und Deutschland (128 Euro). Österreich liegt mit 138 Euro pro Nacht etwas über dem europäischen Durchschnitt. Die höchsten Unterkunftskosten im August müssen Urlauber in Monaco hinnehmen: Reisende nächtigen in dem kleinen Stadtstaat für rund 359 Euro. Auf dem Fuße folgen Island (230 Euro) und Großbritannien (209 Euro). Mit billigen Übernachtungspreisen bieten viele osteuropäische Länder optimale Reiseziele für Schnäppchenjäger. So betragen die Kosten in einer Ferienunterkunft in Bulgarien durchschnittlich nur 69 Euro pro Nacht. Auch Montenegro zieht dieses Jahr vermehrt Urlauber an. In der Hauptsaison ist hier mit etwa 88 Euro pro Nacht zu rechnen. Das günstigste Land für einen Ferienhausurlaub ist Mazedonien mit einem durchschnittlichen Preis pro Nacht von nur 41 Euro.

Spanien

Im beliebten Reiseland Spanien ist mit durchschnittlich 171 Euro pro Nacht in der Hauptsaison zu rechnen - damit liegt das Land im Preisvergleich auf Platz neun. Die Preise unterscheiden sich innerhalb der Urlaubsregionen jedoch stark: Wer auf die Balearen reist, muss tief in die Tasche greifen. Auf Ibiza beträgt der durchschnittliche Preis pro Nacht stattliche 608 Euro und auf Menorca 350 Euro. Für den Allzeit-Klassiker Mallorca müssen Urlauber noch 272 Euro berappen. Die Kanarischen Inseln sind deutlich günstiger: Eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus kostet auf Gran Canaria 111 Euro und auf Teneriffa sogar nur 98 Euro die Nacht.

Italien

Ein bevorzugtes Urlaubsland der Europäer ist auch im Jahr 2019 Italien (157 Euro). Die teuerste Region in Italien ist Venetien mit 177 Euro und am wenigsten ist in der zweitkleinsten italienischen Region, Molise, zu zahlen (85 Euro). Die Toskana liegt mit 149 Euro unter dem landesweiten Durchschnitt. Für die beliebten Urlaubsinseln Elba und Sardinien betragen die Kosten 168 bzw. 166 Euro im Durchschnitt pro Nacht, während Sizilien mit 131 Euro etwas billiger ist.

Weitere beliebte Reiseziele 2019

Reise-Experten nennen dieses Jahr Griechenland (187 Euro) und Portugal (152 Euro) als Trendziele und auch Kroatien (120 Euro), das lange Zeit als billiges Reiseland galt, rückt immer mehr in den Fokus. Hier ziehen die Preise aufgrund steigender Nachfrage an, weswegen das Land im europäischen Vergleich nicht mehr als besonders günstig heraussticht, sondern sich im Mittelfeld befindet. In Griechenland, das zu den teuersten europäischen Urlaubsländern in der Hauptsaison 2019 gehört, zeigen sich, ebenso wie in Spanien, deutliche Preisunterschiede auf den einzelnen Inseln. Während auf Mykonos satte 481 Euro pro Nacht und Unterkunft anfallen, zahlen Urlauber auf Kos nur noch 120 Euro. Die Inseln Samos und Lesbos locken mit niedrigeren Preisen und liegen mit 94 bzw. 77 Euro sogar deutlich unter dem Durchschnitt.

Die Preise von Ferienunterkünften in Portugal liegen größtenteils im europäischen Mittelfeld. Überdurchschnittlich teuer sind Übernachtungen an der Algarve (190 Euro). Doch wer nicht nur das Festland erkunden, sondern eine der schönen portugiesischen Inseln im Atlantik besuchen möchte, spart bei der Unterkunft Geld: So zahlen Urlauber auf Madeira 89 Euro und auf der größten und teuersten Insel der Azoren, São Miguel, 121 Euro im Durchschnitt pro Nacht.

Sommerurlaub in Österreich: Seenähe macht sich im Preis bemerkbar

In Österreich schwanken die Preise in der Hauptsaison stark, weswegen sich ein Vergleich verschiedener Urlaubsdestinationen durchaus lohnt. Ein Blick auf die Preise in den Bundesländern zeigt, dass Salzburg die Tabelle mit durchschnittlich 198 Euro pro Nacht anführt. Das günstigste Bundesland ist das Burgenland mit 126 Euro Übernachtungskosten. Stark angezogen haben die Durchschnittspreise in Tirol, das im Vorjahr noch zu den günstigeren Bundesländern gehört hat. Mit einem Preisanstieg von knapp 40 Euro ist es nun in der Hauptsaison im Vergleich der Bundesländer auf Platz vier zu finden.

Bei Betrachtung einzelner Destinationen fällt Folgendes auf: Ziele in Seenähe sind grundsätzlich etwas teurer; die meisten liegen preislich über dem landesweiten Durchschnitt. So ist das teuerste heimische Ziel Hallstatt am Hallstätter See (288 Euro), dicht gefolgt von Weißensee (282 Euro) und Krumpendorf am Wörthersee (263 Euro). Das auch im Ausland sehr bekannte und beliebte Zell am See ist mit 243 Euro auf Platz sechs der teuersten Destinationen zu finden.

Der günstigste Urlaubsort im Preisvergleich ist Lutzmannsburg im Burgenland. Hier zahlen Reisende lediglich 68 Euro im August.

In der Nebensaison sind bis zu 45 Prozent an Ersparnis möglich

Das Ausweichen auf die Nebensaison lohnt sich in jedem Fall, denn es ist mit deutlichen Ermäßigungen zu rechnen. Merklich günstiger als zur Hauptreisezeit ist es in Dänemark (45 Prozent), Kroatien (41 Prozent), Irland (37 Prozent), Griechenland (35 Prozent) und Italien (34 Prozent). Im Durchschnitt ist der Preis von Ferienunterkünften in Europa im September knapp 10 Prozent geringer als im August und liegt bei 111 Euro pro Nacht. In Italien fallen insbesondere die Preisgefälle auf Elba und Sardinien auf. Wer im September diese Ziele aufsucht, zahlt statt 168 Euro auf Elba bzw. 166 Euro auf Sardinien nur noch 89 bzw. 92 Euro und spart sich 45 bis 47 Prozent. Auch zur Nebensaison machen sich in Osteuropa besonders niedrige Preise bemerkbar. In Bulgarien betragen die Kosten in der betrachteten Septemberwoche durchschnittlich 52 Euro für eine Übernachtung und damit 17 Euro weniger als im August.

Allerdings wird es zur Nebensaison nicht überall billiger: Im ohnehin teuren Monaco steigen die Preise im September um 24 Prozent und damit von 359 auf 444 Euro. In San Marino ist sogar mit einem Aufschlag von 111 Prozent zu rechnen.

In Österreich sinken die Preise im September teilweise sehr stark. In Sillian und Bad Blumau können sich Touristen über 50 Prozent sparen, wenn sie auf die Nebensaison ausweichen.Lohnend ist das Reisen außerhalb der Hauptreisezeit auch für alle, die Krumpendorf aufsuchen möchten: Gehört die Gemeinde im August zu den teuersten Destinationen in Österreich, gehen die Preise einen Monat später um 30 Prozent zurück. Bares Geld lässt sich auch im Bundesland Salzburg (34 Prozent) und in der Steiermark (23 Prozent) sparen. Im Bundesland Wien steigen die Mietpreise im September jedoch sogar leicht an (um 8 Prozent), womit es das teuerste Bundesland in der Nebensaison ist. Auffällig ist der deutliche Preisanstieg in 72 Orten im September - es lässt sich also bei Weitem nicht überall Geld sparen. In Maria Wörth am Wörthersee steigen die Preise um 80 Prozent und Reisegruppen müssen hier in Ferienunterkünften mit Preisen um die 350 Euro pro Nacht rechnen - was deutlich teurer ist, als die Übernachtungskosten in Krumpendorf auf der gegenüberliegenden Seite des Sees. Den größten Preisanstieg verzeichnet Großarl. Hier steigen die Durchschnittspreise von 119 Euro im August auf 288 Euro im September (142 Prozent).

Über diese Studie "Sommer-Preisindex 2019"

Die Daten für diese Studie wurden von Holidu im Januar 2019 aus der Holidu-Datenbank erhoben. Gesucht wurde ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung für 3-8 Personen im Zeitraum vom 03. August bis 10. August (Hauptsaison) und vom 14. September bis zum 21. September 2019 (Nebensaison). Ermittelt wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht, wobei für besonders verlässliche Daten der Mittelwert über dem Median gebildet wurde und statistische Ausreißer nicht berücksichtigt wurden.

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